Machine Insight

GPAINNOVA DLyte Pro 500

, A.Altmann - ZurĂŒck zur Übersicht

OberflÀchen in Hochglanzoptik, wie von Hand poliert

Mit seiner patentierten DryLyte-Technologie fĂŒr das trockene Elektropolieren hat das spanische Technologieunternehmen GPAINNOVA neue MaßstĂ€be fĂŒr das Hochglanzpolieren von metallischen WerkstĂŒcken gesetzt. Rösler ist exklusiver deutschlandweiter Vertriebspartner fĂŒr die DLyte-Anlagen von GPAINNOVA und Experte auf dem Gebiet des trockenen Elektropolierens. Das leistungsfĂ€higste Modell der DLyte-Maschinenreihe zum Polieren metallischer Bauteile ist die DLyte PRO 500.

Wie es funktioniert

Beim trockenen Elektropolieren erfolgt der Materialabtrag vom zu bearbeitenden Metall-WerkstĂŒck nicht auf mechanischer Basis, sondern durch Ionenaustausch. Das geschieht ohne den Einsatz von FlĂŒssigkeit und ist deshalb in mehrerlei Hinsicht schonender als das flĂŒssige Elektropolieren. Stattdessen dient mit Elektrolyten angereichertes Polymergranulat im BearbeitungsbehĂ€lter der DLyte-Maschinenreihe als TrĂ€ger fĂŒr das vom WerkstĂŒck absorbierte Elektrolyt. WĂ€hrend des Bearbeitungsprozesses fließt Strom vom BehĂ€ltermantel ĂŒber die OberflĂ€chen der Granulatpartikel bis hin zum WerkstĂŒck. Als Folge finden an den Kontaktstellen zwischen WerkstĂŒck und Granulat elektrochemische Reaktionen statt. Die Geometrie und die trockene Eigenschaft des Granulats bewirken, dass ausschließlich die Rauheitsspitzen der OberflĂ€chenstruktur des WerkstĂŒcks elektrochemisch beeinflusst werden. Nur an diesen Kontaktpunkten zwischen Granulat und BauteiloberflĂ€che kommt es zum Materialabtrag – anders als beim flĂŒssigen Elektropolieren, bei dem das WerkstĂŒck vollstĂ€ndig von der VerfahrensmittelflĂŒssigkeit umschlossen ist.

Durch das selektivere Vorgehen beim DryLyte-Verfahren wird gegenĂŒber dem herkömmlichen Elektropolieren eine rasche Steigerung des Traganteils der OberflĂ€che erreicht. Dabei wird durch den ausschließlichen Abtrag der Rauheitsspitzen insgesamt weniger Material abgetragen.

Anlagen-Details

Die DLyte PRO500-Serie ist auf die hohen Anforderungen der technologisch anspruchsvollsten Branchen zugeschnitten, darunter die Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt oder die Medizintechnik.  Die kompakte Anlage liefert außergewöhnliche Ergebnisse in der OberflĂ€chenbearbeitung, die vergleichbar hĂ€ufig nur im manuellen Polierprozess zu erreichen sind. Diesem gegenĂŒber arbeitet die DLyte PRO 500 bis zu 10-mal schneller. Im Gegensatz zu herkömmlichen Polierprozessen zeichnet sich die Anlage durch ein gleichmĂ€ĂŸiges Finish aus, welches keine Mikrokratzer auf der OberflĂ€che hinterlĂ€sst und die Toleranzen des WerkstĂŒckes respektiert.

Der Anlagenaufbau besticht durch kompakte Technik und klares Design: Die WerkstĂŒckaufnahme besteht aus bis zu acht speziell konstruierten WerkstĂŒckhaltern und ermöglicht die Bearbeitung von Einzelteilen, aber auch kleineren Chargen. FĂŒr den Polierprozess wird die Arbeitsstation mit der WerkstĂŒckaufnahme und den zu bearbeitenden Teilen in den BearbeitungsbehĂ€lter eingetaucht und dort mit einer Kombination von Umlauf-, Auf und Ab- sowie Rotationsbewegungen durch das Elektrolytverfahrensmittel bewegt.

 

 

Die DLyte PRO500 ist die grĂ¶ĂŸte AusfĂŒhrung der DryLyte-Maschinenserie und eignet sich fĂŒr Bauteile mit einem maximalen Durchmesser von 700x250 mm. Die Anlage lĂ€sst sich nahtlos mit dem DLyte HUB verbinden und ist somit vollstĂ€ndig digitalisierbar. In Kombination mit der DLyte Automatet Cell-Lösung lĂ€sst sie sich leicht automatisieren und in komplexe Fertigungslinien integrieren.

Die DLyte PRO500 ist perfekt geeignet fĂŒr die Bearbeitung von:

  • Hochwertigen, empfindlichen WerkstĂŒcken, die wĂ€hrend der Bearbeitung nicht beschĂ€digt werden dĂŒrfen.
  • HochprĂ€zisen WerkstĂŒcken mit sehr engen Toleranzen.
  • WerkstĂŒcken mit sehr anspruchsvollen Anforderungen an das OberflĂ€chenfinish.
  • WerkstĂŒcken die aus sehr zĂ€hen und abriebfesten Materialien hergestellt sind.

 

Extrem hochwertiges OberflÀchenergebnis begeistert

Die Hermann Kohnen Maschinenbau GmbH (HK-Maschinenbau) produziert hochwertige Barista-Tools mit technischem Perfektionsanspruch, deren Herstellung inklusive aufwĂ€ndigem mechanischem Finishing bislang extrem zeitaufwĂ€ndig war. Die Tamper, mit denen bei der Espressozubereitung das Kaffeepulver in den SiebtrĂ€ger gepresst oder gestampft wird, brauchen aus Ă€sthetischen und praktischen GrĂŒnden das perfekte Finish: Ihre OberflĂ€che muss höchsten dekorativen Anforderungen entsprechen und gleichzeitig so wenig wie möglich AnhaftungsflĂ€che fĂŒr das Kaffeepulver bieten. Beides erreicht man nur durch extremes Polieren, das bei HK- Maschinenbau bislang Handarbeit war. Über einen Post auf LinkedIn ist GeschĂ€ftsfĂŒhrer Steffen Mallon auf die Rösler OberflĂ€chentechnik GmbH, GPAINNOVA sowie die innovative Technik des trockenen Elektropolierens aufmerksam geworden – und die Möglichkeit, diese Verfahren in der DLyte PRO500 bei der Rösler-Handelsvertretung SGA zu testen. Nach der Testbearbeitung bei SGA war Steffen Mallon begeistert:“ Insbesondere positiv ist uns aufgefallen, dass auch FlĂ€chen, die mechanisch wirklich gar nicht erreichbar wĂ€ren, ebenso poliert worden sind. Das Gesamterscheinungsbild der Teile ist fantastisch und hat auch unsere Kunden begeistert!“

Bearbeitungsschritte

Die Testbearbeitung der Tamper im CEC von SGA erfolgte in zwei Schritten: ZunĂ€chst wurden die Teile zur schnellen Einebnung der Rauigkeiten in einem Rösler Schlepp-Finisher vorbehandelt, anschließend kamen sie zur Hochglanzpolitur in die DLyte PRO500. Das Ergebnis dieses Verfahrens ĂŒberzeugte Steffen Mallon nicht nur hinsichtlich der erzielten OberflĂ€chengĂŒte, sondern auch auf Grund der enormen Zeitersparnis: FĂŒr das manuelle Polieren eines Barista-Tool-Sets braucht ein Mitarbeiter im Schnitt rund eine Stunde am Schleifbock. In der Dlyte PRO500 können acht Teile – nach entsprechender Vorbereitung im Schlepp-Finisher– in 45 Minuten bearbeitet werden und dies bei einer absoluten Reproduzierbarkeit.

Sie wollen nur das Beste fĂŒr Ihre OberflĂ€che?
Wir helfen Ihnen gerne weiter!