Knieimplantate

Zusammenarbeit zwischen Orchid und Rösler schafft perfekte Synergien fĂŒr PrĂ€zision in der Implantatbearbeitung

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Seit rund zehn Jahren vertraut Orchid Orthopedic Solutions (mittlerweile Teil von Tecomet), einer der weltweit fĂŒhrenden Auftragsfertiger fĂŒr orthopĂ€dische Implantate und Instrumente, auf die Anlagentechnologie von Rösler. An drei internationalen Standorten in den USA und Großbritannien setzt das Unternehmen Schleppschleifanlagen und Fliehkraftanlagen ein, um die manuelle Implantatbearbeitung zu automatisieren. Das Ergebnis: deutlich verkĂŒrzte Prozesszeiten, konstant hohe OberflĂ€chenqualitĂ€t und maximale Reproduzierbarkeit – unabhĂ€ngig von Standort, Schicht oder Bediener. Die Partnerschaft zwischen Orchid und Rösler gilt heute als Referenz fĂŒr effiziente, skalierbare und validierbare OberflĂ€chenprozesse in der Medizintechnik – und zeigt, wie technologische Kooperation echte Wertschöpfung schafft.

Orchid bietet seinen Kunden ein umfassendes Portfolio – darunter Schmieden, Gießen, 3D-Druck, Endbearbeitung, maschinelle Bearbeitung und das Aufbringen von Knochenwachstumsbeschichtungen, um orthopĂ€dischen OEMs einsatzbereite Implantate und Instrumente zu liefern. Mit mehr als 1.500 qualifizierten Mitarbeitern in den USA, Großbritannien und der Schweiz verfĂŒgt Orchid ĂŒber jahrzehntelange Erfahrung in Bereichen wie Gelenkrekonstruktion, WirbelsĂ€ule, Trauma, Sportmedizin, Dental- und Herz-Kreislaufchirurgie.

Viele Hersteller polieren oder entgraten empfindliche Komponenten wie HĂŒft- und Knieimplantate noch von Hand – ein zeitintensiver, kostenaufwendiger Prozess, der stark von der Erfahrung des jeweiligen Mitarbeiters abhĂ€ngt. Schon kleinste Unterschiede in der Handhabung können große Auswirkungen auf Bearbeitungsdauer, OberflĂ€chenqualitĂ€t und Reproduzierbarkeit haben.  Zudem wird es zunehmend schwieriger, qualifizierte FachkrĂ€fte fĂŒr diese TĂ€tigkeiten zu gewinnen oder langfristig zu halten. Automatisierte Verfahren wie das Schleppschleifen von Rösler eliminieren diese AbhĂ€ngigkeit. Sie gewĂ€hrleisten reproduzierbare, validierbare Ergebnisse – unabhĂ€ngig von Bediener, Schichtbetrieb oder Standort – und reduzieren gleichzeitig den manuellen Aufwand erheblich, was Effizienz und Produktionssicherheit nachhaltig steigert.
 

Schleppschleifen ĂŒberzeugt: Erfolgreiche Zusammenarbeit seit einer Dekade

Seit rund zehn Jahren vertraut Orchid bei der Bearbeitung komplexer Femur-Komponenten auf die Schleppschleif-Technologie von Rösler – zunĂ€chst im Werk Sheffield (UK), spĂ€ter auch in Oregon (USA). „Die Anforderungen an die OberflĂ€chen dieser WerkstĂŒcke sind extrem: Die Innenseite des Femurteils muss spiegelglatt sein, mit einer Rauheit von maximal Ra 4 bis 5 Mikroinch (max. 0,1”m). Jede UnregelmĂ€ĂŸigkeit fĂŒhrt zu erhöhtem Abrieb und einem schnelleren Gelenkverschleiß“, erklĂ€rt Christopher Schwarzt, Manufacturing Engineering Manager bei Orchid.

Clay Clayton, Vice President bei Orchid Orthopedic Solutions ergĂ€nzt: „Das OberflĂ€chenfinish ist der entscheidende Schritt im gesamten Herstellungsprozess. Mit dem Schleppfinisher konnten wir hinsichtlich Bearbeitungsdauer, Reproduzierbarkeit und Wirtschaftlichkeit einen echten Durchbruch erzielen – weg von der manuellen Bearbeitung hin zu einem automatisierten, stabilen und skalierbaren Verfahren.“ Paul Strahm, Senior Manager Manufacturing Engineering in Oregon, fasst zusammen: „Wir arbeiten deutlich schneller und die Ergebnisse sind jederzeit reproduzierbar – unabhĂ€ngig von der Erfahrung des Bedieners. Das hat unsere Fertigung grundlegend verĂ€ndert.“

Inzwischen hat sich der Schleppschleif-Prozess an unterschiedlichsten Standorten fest etabliert. Auch alternative AnsĂ€tze, etwa Roboterschleifen bzw. -polieren, konnten sich langfristig nicht durchsetzen. „Die Resultate aus dem Schleppschleifer sind konstanter, die Prozesse einfacher und flexibler – und die OberflĂ€chenqualitĂ€t schlicht besser“, so Strahm weiter.
 

Gemeinsames ProzessverstĂ€ndnis als SchlĂŒssel zum Erfolg

Der Erfolg der Partnerschaft beruht nicht nur auf den Maschinen, sondern auf dem Zusammenspiel von Technologie, Prozessparametern, Verfahrensmitteln und Know-how. „Wir haben erkannt, dass die Maschine allein nicht ĂŒber den Erfolg entscheidet. Erst das optimale Zusammenspiel aller Faktoren fĂŒhrt zu stabilen, validierbaren Ergebnissen“, erklĂ€rt Clay Clayton. Eine SchlĂŒsselfigur in diesem Prozess ist Michael Striebe, Global Sales und Process Expert bei Rösler: „Michael hat uns ĂŒber die Jahre begleitet, beraten und inspiriert, unsere Verfahren kontinuierlich zu optimieren“, erinnert sich Clay Clayton.

Heute sind sieben Schleppfinisher an den US-Standorten Oregon und Alabama sowie in Sheffield, Großbritannien, im Einsatz. Trotz unterschiedlicher WerkstĂŒcke, Prozesszeiten und Verfahrensmittel erzielen die Anlagen konsistent die besten Ergebnisse – reproduzierbar, skalierbar und unabhĂ€ngig von Standort oder Bediener.
 

Neue Projekte und gemeinsame Perspektiven

Doch die Zusammenarbeit zwischen Orchid und Rösler geht weit ĂŒber das Schleppschleif-Verfahren hinaus. Am Standort Lansing/ Michigan (USA) sollen kĂŒnftig HĂŒftschĂ€fte nach dem Schmieden in Rösler-Fliehkraftanlagen gereinigt und entzundert werden – ein Zwischenschritt, der bislang manuell erfolgt und pro WerkstĂŒck, abhĂ€ngig von der AusgangsqualitĂ€t, rund ein bis zwei Minuten dauert. „Bei den HĂŒftschĂ€ften handelt es sich um relativ unempfindliche Teile, die sich ideal fĂŒr die Chargenbearbeitung eignen“, erklĂ€rt Randy Gerding, Automatisierungsexperte vom dortigen Standort. „Mit der Fliehkraftanlage können wir kĂŒnftig bis zu 150 Teile gleichzeitig bearbeiten. Das spart erheblich Zeit und Kosten – bei gleichbleibend hoher QualitĂ€t.“

Auch in der Dentaltechnik steht die Partnerschaft vor dem nĂ€chsten Innovationsschritt: FĂŒr den Standort Santa Ana (USA) wird derzeit im Rösler-Testzentrum am Standort Battle Creek die Entgratung von Dentalinstrumenten mittels Schleppfinisher getestet. Dieser Prozess wurde positiv bewertet. Durch die neue Technologie können zwei bis drei HandarbeitsplĂ€tze entfallen. Parallel testet Orchid den Einsatz der Rösler Surf Finishing-Technologie fĂŒr hochprĂ€zise Einzelteilbearbeitung, bei der die WerkstĂŒcke gezielt angeströmt und dadurch noch prĂ€ziser bearbeitet werden können. „Die Vorteile dieses Verfahrens liegen bei dieser Anwendung klar auf der Hand“, erklĂ€rt Michael Striebe, Global Sales und Process Expert bei Rösler. „Das Surf Finishing ist aktuell die einzige Technologie, die die kritischen Gelenkboxen der Femur-Teile effizient und ohne manuelles Nachpolieren kontrolliert bearbeiten kann. Unsere gemeinsamen Tests verlaufen sehr vielversprechend – und wir freuen uns, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen.“
 

Vertrauen, NĂ€he und ein gemeinsames Ziel

Die Partnerschaft zwischen Orchid und Rösler basiert auf technischer Exzellenz, Vertrauen und einem engen, kontinuierlichen Austausch. Durch die eigene PrĂ€senz in den USA kann Rösler seine Partner direkt und ohne Umwege unterstĂŒtzen – ein wesentlicher Faktor fĂŒr die enge, erfolgreiche Zusammenarbeit mit Orchid.

„Wir haben ĂŒber die Jahre viel voneinander gelernt“, fasst Paul Strahm zusammen. „Von Rösler haben wir verstanden, wie entscheidend ProzessverstĂ€ndnis und Pflege fĂŒr gleichbleibend hohe QualitĂ€t sind – und unsere Kunden profitieren unmittelbar davon.

Auch bei Rösler schĂ€tzt man die offene, konstruktive Zusammenarbeit. „Orchid ist fĂŒr uns ein Partner auf Augenhöhe“, betont Michael Striebe, Global Sales und Process Expert bei Rösler. „Gemeinsam entwickeln wir Lösungen, die den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht werden – und schaffen damit Innovationen mit echtem Bestand.“

Sie wollen nur das Beste fĂŒr Ihre OberflĂ€che?
Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Michael Striebe

Global Sales und Process Expert

info@rosler.com