Tauchschleifanlage

Spiegelglanz fĂŒr hochwertige SchmiederĂ€der in weniger als 40 Minuten

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Einerseits ist es ein geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher StabilitĂ€t und Belastbarkeit, andererseits die exklusive Optik, weshalb insbesondere OEM aus dem Premiumsegment ihre Fahrzeuge auf geschmiedeten AluminiumrĂ€dern ĂŒber die Straßen rollen lassen. Zu den optischen Merkmalen der Felgen zĂ€hlt nicht nur ein ansprechendes Design, sondern erst eine makellose Hochglanz-Politur sorgt fĂŒr einen perfekten Gesamteindruck. DafĂŒr werden diese ĂŒblicherweise vor- und feingeschliffen sowie poliert. Erfolgen diese Prozesse in klassischer Vibrations-Gleitschlifftechnik oder gar in „unbezahlbarer“ Handarbeit, sind dafĂŒr Bearbeitungszeiten von mehreren Stunden erforderlich. Diesen enormen Zeitaufwand wollte ein renommierter Felgenhersteller auch bei der partiellen Bearbeitung bereits lackierter Bicolor-Felgen deutlich verringern und suchte eine Bearbeitungsalternative. FĂŒndig wurde das Unternehmen mit der Tauchschleifanlage R 1/1 TSA-O/VS-So. Tauchschleifen wurde von Rösler fĂŒr das reproduzierbare und schnelle Entgraten, Kantenverrunden, Schleifen und Polieren von komplex geformten, schweren und empfindlichen WerkstĂŒcken entwickelt.

Zweistufiger Prozess mit abgestimmten Verfahrensmitteln

Tauchschleifanlage
Geht es um das Entgraten, Kantenverrunden, Schleifen und Polieren von komplex geformten, schweren und empfindlichen WerkstĂŒcken, ermöglichen Tauchschleifanlagen nicht nur reproduzierbare, sondern auch ausgesprochen schnelle Prozesse. Sie sorgen damit fĂŒr eine hohe ProduktivitĂ€t und Wirtschaftlichkeit.

Besonders herausfordernd bei dieser Aufgabenstellung war die Prozessgestaltung – einerseits darf die Lackierung nicht beschĂ€digt werden, andererseits muss auf den zu bearbeitenden FlĂ€chen ein brillanter Hochglanz erzielt werden. Die Felgen werden dafĂŒr mithilfe eines pneumatischen Spannsystems an der Arbeitsspindel der Tauchschleifanlage befestigt. Das Befestigungssystem wurde so ausgelegt, dass die Beladung sowohl manuell als auch automatisiert mit einem Roboter erfolgen kann. Die rotierende Spindel taucht das Rad in einen feststehenden ArbeitsbehĂ€lter ein. Das Vorschleifen erfolgt mit speziell von Rösler fĂŒr diese Anwendung entwickelten und gefertigten, kegelförmigen Kunststoffschleifkörpern sowie einem abgestimmten Compound in einem Nassprozess. WĂ€hrend der Bearbeitung fĂŒhrt die Spindel zentrische, orbitale und reziproke Drehbewegungen durch, die auch kombiniert werden. Durch diese BewegungsablĂ€ufe ist sichergestellt, dass selbst in feinsten Details der RĂ€der reproduzierbar ein homogenes Schleifergebnis erzielt wird. Gerade die Reproduzierbarkeit der OberflĂ€chenergebnisse ist eine zentrale Anforderung an einen großserientauglichen Prozess. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten auch der Vibrationsmotor am ArbeitsbehĂ€lter und die integrierte Unterkornaussiebung. Beides sorgt dafĂŒr, dass mit einem Schleifkörpergemisch in konstant guter QualitĂ€t gearbeitet wird. Nach einer Feinschleifbearbeitungszeit von rund sieben Minuten werden die RĂ€der fĂŒr das Hochglanz-Polieren in eine zweite Tauchschleifanlage umgesetzt, die mit einem Porzellanmedium befĂŒllt ist. Die Bearbeitungszeit bei diesem Prozess liegt bei 25 bis 30 Minuten.

Ressourcenschonender Einsatz von Wasser und Compound

FĂŒr einen wasser- und compoundsparenden Betrieb der Anlagen wurde eine chemische Wasseraufbereitungsanlage integriert. Sie wird fĂŒr die Aufbereitung der nur gering verunreinigten FlĂŒssigkeit aus dem Feinschleif- und Polierprozess eingesetzt. Das vom Polierprozess anfallende und zwischengepufferte Prozesswasser wird fĂŒr den Vorschleifprozess nochmals genutzt. Der fĂŒr die Prozesse benötigte Compound wird bedarfsgerecht jedem Prozessschritt automatisch zudosiert und kann dadurch auch beim Vorschleifen ein zweites Mal genutzt werden.

Überzeugt ist das Unternehmen sowohl von der Technik als auch der Wirtschaftlichkeit der Tauchschleifanlagen. Dies wird nicht zuletzt daran deutlich, dass fĂŒr die nĂ€chste Ausbaustufe der Felgenbearbeitung bereits weitere Anlagen bestellt wurden.