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DGUV
Die DGUV-PrĂŒfung Ihrer Zentrifuge ist fĂ€llig! Die regelmĂ€Ăige PrĂŒfung und Wartung Ihrer Zentrifuge ist nicht nur eine Empfehlung â sie ist Ihre gesetzlich vorgeschriebene Betreiberpflicht. GemÀà den aktuellen Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV, FBRCI-025) mĂŒssen Zentrifugen in festgelegten Intervallen geprĂŒft werden: 4x jĂ€hrlich: PrĂŒfung der Aufstellung, AusrĂŒstung und Betriebsbereitschaft durch eine geschulte, fachkundige Person im nicht zerlegten Zustand. 1x jĂ€hrlich: HerstellerprĂŒfung im zerlegten Zustand bei 3-schichtigem Betrieb. alle 2 Jahre: HerstellerprĂŒfung im zerlegten Zustand bei 2-schichtigem Betrieb. alle 3 Jahre: HerstellerprĂŒfung im zerlegten Zustand bei 1-schichtigem Betrieb. Anfrage zur DGUV-PrĂŒfung von Zentrifugen Persönliche Daten Anrede Bitte auswĂ€hlen Herr Frau Vorname * Nachname * E-Mail * Telefon Firmendaten Firma * PLZ * Ort * Maschinendaten Maschinennr. * GewĂŒnschter Wartungszeitraum Datum Ich stimme der DatenschutzerklĂ€rung der Rösler OberflĂ€chentechnik GmbH zu. * Captcha * * Pflichtfelder ZurĂŒcksetzen Absenden
Gebrauche Strahlanlagen und Gleitschleifanlagen
Gebrauchtanlagen Hier finden Sie Gebraucht- und Messeanlagen zu Sonderkonditionen! Rösler Multi Tumbler (STR9402) RMT 70 VorfĂŒhranlage mit Schaltschrank. Baujahr: 2019 Strahlkammer in solider, robuster SchweiĂkonstruktion (10 mm) Mehrfach-Segmenttrommel aus hochverschleiĂfestem Mangan-Hartstahl (10 mm) Max. Chargenvolumen: 700 dmÂł Max. Chargengewicht: 1.800 kg 1 Rösler âGamma 400 8Gâ-Turbine (Ănderung vorbehalten) Standort: Rösler Deutschland Anfrage senden Rösler Strahlkabine (STR9408) RSKI 1000-So Gebrauchtanlage mit Schaltschrank und neuen Filter (RF 12) Baujahr: 2016 Betriebsstunden: 35 Schaltschrank mit pneumatische Fliehkraft-RĂŒckförderung Sonderlackierung: RAL 9002 (grauweiĂ) Standort: Rösler Deutschland Anfrage senden Rösler HĂ€ngebahn-Durchlaufstrahlanlage (STR12563) RHBD 17/22-T Gebrauchtanlage mit Schaltschrank inkl. SPS und Nassfilter Baujahr: 2011 Strahlkammer aus Manganhartstahl TĂŒrabmessungen: Höhe: 2.200 mm / Breite: 1.700 mm Betriebsstunden: 59.555 3 Rösler âH32â Turbinen (je 11 kW) Standort: Deutschland Anfrage senden
Hochdruckwasserstrahlen bis 4.000 bar
HOCHDRUCKWASSERSTRAHLEN Welche Möglichkeiten bieten Hochdruckwasserstrahlen und UHP / Höchstdruckwasserstrahlen? Strahltechnik unter Hochdruck: Effektives Verfahren fĂŒr anspruchsvolle WerkstĂŒcke Ganz besonders werkstĂŒckschonend, gleichzeitig umweltfreundlich und von hoher Effizienz ist das Hochdruckwasserstrahlen mit bis zu 4.000 bar. Ăberschreitet der Druck einen Wert von 2.000 bar, kann auch von Höchstdruckwasserstrahlen oder Ultra-Hochdruck-Wasserstrahlen (UHPW) gesprochen werden. Besonders letzteres Verfahren ist in vielen Industrien weit verbreitet. Denn mithilfe dieser Technik können auch sehr harte Beschichtungen wie zum Beispiel Keramikbeschichtungen oder Speziallacke entfernt werden. Das Strahlen mit Wasser und Druck, etwa durch eine rotierende MultidĂŒse oder mit einzelnen DĂŒsen, hat viele weitere Vorteile. So wird z. B. kein Strahlmittel verbraucht und als Folge dessen auch der Materialabtrag am Grundwerkstoff minimiert. Das nachtrĂ€gliche Reinigen des WerkstĂŒcks von Staub und Strahlmittel entfĂ€llt. Werden dem Prozesswasser Compounds zugesetzt, ist auch ein temporĂ€rer Korrosionsschutz möglich. Durch die Möglichkeit, das Prozesswasser im geschlossenen Kreislauf immer wieder zu verwenden, ist das Hochdruckwasserstrahlen zudem sehr umweltfreundlich. Entrosten, Entzundern, Stripping, Reinigen, Entschichten (wenn Grundmaterial dabei nicht angegriffen werden soll) und Entgraten sind Strahlverfahren, die auch in Kombination mit Wasser und Druck gut funktionieren. FĂŒr andere Verfahren wie zum Beispiel das Aufrauen, eignet sich das Hochdruckwasserstrahlen oder Ultra-Hochdruck-Wasserstrahlen hingegen nicht gut, weil es schwierig ist, damit eine homogene OberflĂ€che zu erzeugen. Zum Einsatz kommt das Verfahren sehr hĂ€ufig im Aerospace-Bereich, wo Bauteile vor SicherheitsprĂŒfungen regelmĂ€Ăig entschichtet werden, um selbst kleinste Defekte zu erkennen. Es wird dann hĂ€ufig als Alternative zu chemischen Lösungen eingesetzt oder ersetzt das Abstrahlen mit Korund. In beiden FĂ€llen ist das Hochdruckwasserstrahlen die schonendere Bearbeitungsvariante. Auch wenn spanende Bauteile entgratet werden sollen, ohne neue Verschmutzungen in Form von Strahlmitteln zu verursachen, wird mit diesem Verfahren gearbeitet. In welchen Industriebranchen wird das Verfahren eingesetzt? Entschichten von einer Vielzahl von Turbinenkomponenten im Aerospace-Bereich. Entfernen von KeramikrĂŒckstĂ€nden an Feingussteilen. Entlackung, Entfernen von Gummi, Latex, Bitumen und hartnĂ€ckigen Produktresten in der Chemie-, Gummi- und Prozessindustrie (Rohre, WĂ€rmetauscher, Reaktoren, Silos, Mixer). Rohr- und WĂ€rmetauscherreinigung, Tank- und BehĂ€lterreinigung, teils als Non-Entry-Verfahren mit Fernbedienung. OberflĂ€chenvorbereitung und Beschichtungsabtrag auf Stahlkonstruktionen, SchiffsrĂŒmpfen, Offshore-Strukturen, Tanks und Rohrleitungen. Betonabtrag (Hydrodemolition) fĂŒr BrĂŒckensanierungen, Industrieböden, Rampen und Bauwerke mit UHP-Anlagen bis etwa 2.800â3.000 bar. Rohr- und WĂ€rmetauscherreinigung, Tank- und BehĂ€lterreinigung, teils als Non-Entry-Verfahren mit Fernbedienung. Industrielle und kommunale Reinigung, z. B. von VerkehrsflĂ€chen, Kommunaltechnik, Graffiti, sowie Spezialanwendungen wie Kalt-Schneiden oder PrĂ€zisionsreinigung in Energie- und Ăl / Gas-Anlagen HĂ€ufig gestellte Fragen - Was Sie ĂŒber das Hochdruckwasserstrahlen wissen mĂŒssen Ab welchem Druck spricht man von Hochdruckwasserstrahlen bzw. Höchstdruckwasserstrahlen? Vom Hochdruckwasserstrahlen spricht man ab etwa 600 bar. Ab einem Druckbereich von 2.000 bar wird vom Höchstdruckwasserstrahlen (HDW) oder Ultrahochdruck-Wasserstrahlen (UHPW) gesprochen. Der derzeit maximal eingesetzte Druck liegt bei rund 4.000 bar. Ist Hochdruckwasserstrahlen umweltfreundlich? Ja, da keine chemischen Reinigungsmittel oder schĂ€dlichen Zusatzstoffe benötigt werden. Das eingesetzte Wasser kann zudem im Kreislauf wiederverwendet werden. Auch im Vergleich zum herkömmlichen Strahlen mit Strahlmitteln wie etwa Korund ist das Hochdruckwasserstrahlen umweltfreundlicher, weil kein Strahlmittelabfall und deutlich weniger Staub entsteht. Was macht das Hochdruck und Höchstdruckwasserstrahlen so attraktiv? Beim Hochdruckwasserstrahlen nutzen wir eine sehr hohe Energie in Verbindung mit FlĂŒssigkeit. Diese dringt leicht in die OberflĂ€che ein und sprengt die Beschichtung weg. Das erfolgt wesentlich schneller und mit einer höheren PrĂ€zision als chemische Verfahren oder das herkömmliche Trockenstrahlen. Gleichzeitig beschĂ€digt dieses Verfahren die OberflĂ€che der Bauteile nicht. Allerdings stellt der hohe Energieverbrauch des Verfahrens einen gewissen Nachteil dar. Wird manuell oder robotergefĂŒhrt gestrahlt? Zur Wahl stehen beide Verfahren: Das manuelle Arbeiten mit der Handlanze ist etwa im Bereich von Sanierungen bzw. der Instandsetzung oder wenn das Bearbeitungsziel lediglich Kleinstabtragungen sind immer noch weit verbreitet. Diese Art der Anwendung ist aber immer eine Belastung und stellt hohe Anforderungen an den Anwender. Dank einer Vielzahl an neuen Entwicklungen und bei anspruchsvolleren Materialeigenschaften wird Robotertechnik eingesetzt und die Strahllanze wird automatisiert gefĂŒhrt. Die Robotertechnik ermöglicht zudem ein wirtschaftliches Arbeiten bei groĂem Strahlvolumen. Wie erfolgt die Entsorgung von Wasser und Schlamm? Moderne Hochdruckwasserstrahlanlagen oder Ultrahochdruckwasserstrahlanlagen sind mit einer Wasseraufbereitung ausgestattet, die Wasser und abgestrahlte Materialien abscheidet. Das Prozesswasser wird recycelt und im Kreislauf gefĂŒhrt. Kann Hochdruckwasserstrahlen auch mit Abrasivmittel eingesetzt werden? Ja. Bei der Bearbeitung besonders harter Materialien werden hĂ€ufig Abrasivmittel wie Granatsand zugesetzt. Dieses Verfahren wird als Abrasiv-Wasserstrahlen bezeichnet und erhöht die Abtragsgeschwindigkeit deutlich. Ist Hochdruckwasserstrahlen fĂŒr alle Materialien geeignet? Mit geeigneter Druck- und DĂŒsenwahl lassen sich sehr unterschiedliche Substrate von Stahl, Titan bis hin zu Nickelbasiswerkstoffen bearbeiten, wobei die Druckeinstellung strikt an die Materialempfindlichkeit angepasst werden muss. Verwenden Sie den Solution Finder, um das richtige System fĂŒr Ihre Verarbeitungsmethode zu finden. Solution finder
Rösler Insight 06/2026
06/2026 Inhalt / Themen Surface Finishing Center in Wien eröffnet â Lohnbearbeitung jetzt auf 1.000 mÂČ Zum Artikel KVP des Monats Juni: Optimierung am Siebeinsatz des S1-Trichters Zum Artikel Gemeinsam zum Go-Live: Rund 70 interne Process Experts und Key User unterstĂŒtzen unsere SAP S/4 â Conversion Zum Artikel Sportliche Highlights im Juni â starke Leistungen unserer Kollegen Zum Artikel AM Solutions erweitert S1 Familie: S1 Basic feiert erfolgreich Weltpremiere in Lyon Zum Artikel Wir haben neue Kollegen â Herzlich willkommen in der Rösler Group! Zum Artikel Surface Finishing Center in Wien eröffnet â Lohnbearbeitung jetzt auf 1.000 mÂČ Wir sind wieder ein StĂŒck gewachsen â und darauf sind wir ziemlich stolz! Unser Standort in Wien ist seit vielen Jahren ein zuverlĂ€ssiger Partner fĂŒr die Strahl- und Gleitschlifftechnik im sĂŒdosteuropĂ€ischen Raum. Ganz besonders im Bereich der Lohnbearbeitung hat sich das Team mit viel Know-how, Serviceorientierung und erstklassigen Ergebnissen einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Die Nachfrage nach hochwertiger OberflĂ€chenbearbeitung ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen â und die bisherigen RĂ€umlichkeiten vor Ort sind schlichtweg zu klein geworden. Umso mehr haben wir uns gefreut, Mitte Juni die Eröffnung der neuen Lohnbearbeitung an dem Standort feiern zu können. Nach nur rund 40 Wochen Bauzeit stehen unseren Wiener Kollegen nun moderne RĂ€umlichkeiten mit rund 1.000 Quadratmetern FlĂ€che und deutlich erweiterten KapazitĂ€ten zur VerfĂŒgung. Mehr Platz, mehr Anlagen und weiterhin die gleiche Leidenschaft fĂŒr perfekte OberflĂ€chen. ErgĂ€nzt wird der Neubau durch ein eigenes Customer Experience Center, in dem Bearbeitungsprozesse gemeinsam mit unseren Kunden entwickelt und optimiert werden können und eine groĂe Photovoltaikanlage. Zur feierlichen Eröffnung lieĂen es sich auch unser geschĂ€ftsfĂŒhrender Gesellschafter Stephan Rösler sowie GeschĂ€ftsfĂŒhrer Volker Löhnert nicht nehmen, persönlich nach Wien zu kommen. Wir gratulieren unserem Team in Wien zu diesem Meilenstein und wĂŒnschen fĂŒr die Zukunft viel Erfolg, spannende Projekte und natĂŒrlich jederzeit #goodvibrations. KVP des Monats Juni: Optimierung am Siebeinsatz des S1-Trichters Das Problem Der Siebeinsatz der S1 von AM Solutions wurde bislang aus zwei Komponenten gefertigt: einem gelaserten Rahmen und einem darin eingeschweiĂten Maschengewebe. Dieser Siebeinsatz wurde an der Unterseite des Trichters verschraubt und mit zwei Gummidichtungen ĂŒber- und unterhalb des Rahmens fixiert. Beim Montieren der Gummidichtungen kam es allerdings hĂ€ufig zu Schwierigkeiten: Kam es beim Lasern oder SchweiĂen zu einem leichten Verzug des Maschengewebes, verrutschten die Gummidichtungen hĂ€ufig wĂ€hrend des Einbaus und das an einer Stelle, die fĂŒr die Monteure schwer zu erreichen war. Die Montage des Siebeinsatzes galt deshalb als zeitaufwendig und umstĂ€ndlich. Die Idee Monteur Andreas Schönmann hatte schlieĂlich eine erfolgversprechende Idee: Er schlug vor, den Siebeinsatz kĂŒnftig nicht mehr aus einem Rahmen mit eingeschweiĂtem Maschengewebe aufzubauen, sondern ihn vollstĂ€ndig aus einem einzigen Blech zu lasern. Dabei sollte die Siebfunktion durch prĂ€zise eingebrachte Langlöcher anstelle des Maschengewebes gewĂ€hrleistet werden. Auf Anraten seines Teamleiters stellte Andreas einen KVP-Antrag, in dem er seinen Vorschlag konkretisierte. Die Umsetzung Die Idee von Andreas Schönmann landete nun auf dem Tisch von Lukas Hartan aus der AM Solutions-Konstruktion. Seine Aufgabe war es, die Sinnhaftigkeit des KVPs zu prĂŒfen, die Konstruktion neu zu bewerten und im Zuge des nĂ€chsten Release-Wechsels entsprechend anzupassen. Dieser ist fĂŒr Ende dieses Jahres vorgesehen, daher steht die tatsĂ€chliche Umsetzung des KVPs noch aus. Nutzen / Fazit Durch die neue Konstruktion wird die Montage des Siebeinsatzes deutlich vereinfacht und die bisher auftretenden Probleme mit verrutschenden Dichtungen werden vermieden. Zudem kann eine Gummidichtung eingespart werden, wodurch sich die Anzahl der Bauteile reduziert. Das senkt den Montageaufwand und fĂŒhrt gleichzeitig zu geringeren Kosten. Vielen Dank an Andreas Schönmann fĂŒr diesen KVP des Monats! Gemeinsam zum Go-Live: Rund 70 interne Process Experts und Key User unterstĂŒtzen unsere SAP S/4 â Conversion Mit der EinfĂŒhrung von SAP S/4 â Hana lĂ€uft bei Rösler derzeit die gröĂte Transformation der IT-Landschaft seit der EinfĂŒhrung des SAP-Systems im Jahr 2010. Seit Beginn der Migration sind nicht nur die Kollegen aus dem Bereich Central IT Services, hier insbesondere die SAP-Teams, intensiv in das Projekt mit einbezogen, sondern auch eine ganze Menge Kollegen aus IT-fremden Bereichen und Abteilungen. Sie unterstĂŒtzen ihre Kollegen als sogenannte Process Experts, das heiĂt, sie bringen ihre Erfahrungen aus ihrer tĂ€glichen Arbeit mit dem alten ERP-System in die neue SAP S/4 â Hana-Welt ein. Seit Anfang Juni befindet sich das Projekt nun in einer besonders wichtigen Phase: dem ersten Integrationstest. Dabei mĂŒssen rund 6.000 TestfĂ€lle in der neuen ERP-Umgebung durchgespielt werden. Welche das sind, haben die einzelnen Fachbereiche und auch unsere an SAP angebundenen Niederlassungen selbst definiert. Nur so ist garantiert, dass alle Transaktionen, die bislang im alten ERP-System durchgefĂŒhrt wurden, auch im neuen System funktionieren. Genau das wird von den Process Experts geprĂŒft. Einer dieser Process Experts ist Andre Wenzel, Teamleiter Arbeitsvorbereitung Verfahrensmittel. Allein in seinem Verantwortungsbereich sind rund 400 TestfĂ€lle dokumentiert, rund 140 davon muss er selbst bearbeiten. âJeder Prozess, der getestet werden muss, wurde als Aufgabe in unserem JIRA-Board angelegt. Treten Fehler auf, fehlen also beispielsweise Elemente in der BenutzeroberflĂ€che, werden diese von uns Process Experts ĂŒber das JIRA-Board an das SAP-Team gemeldet, von den Kollegen dort korrigiert und anschlieĂend erneut von uns geprĂŒft. Dieser Kreislauf lĂ€uft so lange, bis die Funktion einwandfrei arbeitetâ, erklĂ€rt Wenzel. Insgesamt sind am Standort Deutschland derzeit rund 70 Mitarbeiter aktiv in die Testphase eingebunden. Dazu kommen die Kollegen von den weltweiten Standorten, die ebenfalls auf das neue ERP-System umgestellt werden. Sie alle begleiten das Projekt bereits seit lĂ€ngerer Zeit und unterstĂŒtzen ihre Kollegen auch noch nach der Inbetriebnahme des neuen ERP-Systems als Multiplikatoren. Wie hoch der Testaufwand pro Abteilung ausfĂ€llt, hĂ€ngt stark davon ab, wie viele BerĂŒhrungspunkte ein Bereich mit dem SAP-System hat. Bei Andre Wenzel nehmen die Tests aktuell teils mehr als die HĂ€lfte seiner Arbeitszeit ein, auch in Abteilungen wie dem Strategischen Einkauf ist die Testphase intensiv und bindet teilweise eine komplette Arbeitskraft. Trotz der intensiven Arbeitsbelastung hat Andre Wenzel persönlich Gefallen an den Tests gefunden. âDie Vorarbeit des SAP-Teams war sehr gut. Das neue System orientiert sich in vielen Bereichen an der bisherigen OberflĂ€che, das erleichtert uns allen die Arbeit in der aktuellen Phase. Manche SchaltflĂ€chen befinden sich an anderer Stelle, groĂe Ăberraschungen haben wir aber bislang aber nicht erlebtâ, berichtet Wenzel. Dennoch betont er, dass die Arbeit anspruchsvoll ist und von den Kollegen ein hohes MaĂ an Engagement und Einsatzbereitschaft erfordert. Der aktuelle Integrationstest 1 lĂ€uft seit dem 1. Juni und muss bis zum 17. Juli abgeschlossen werden. Ziel ist es, in dieser Zeit alle dokumentierten TestfĂ€lle zu bearbeiten und bekannte Fehler zu dokumentieren, damit diese in den kommenden Projektphasen gezielt behoben werden können. Noch vor den Sommerferien soll es eine Besprechung der Testergebnisse geben. Dabei wird dann festgelegt, wie mit eventuell noch offenen Themen zum Zeitpunkt des Go-Lives umgegangen wird und zu welchem Zeitpunkt wir Kunden und Lieferanten ĂŒber mögliche EinschrĂ€nkungen in der unmittelbaren Phase vor dem Go-Live informieren. Ab Mitte September folgen die nĂ€chsten Testphasen. Dann werden neben den noch offenen Punkten vor allem abteilungsĂŒbergreifende Prozesse und die Zusammenarbeit verschiedener Schnittstellen getestet. WĂ€hrend aktuell einzelne Transaktionen im Fokus stehen, geht es im Herbst um komplette Prozessketten. Der Umzug auf das neue ERP-System ist ein extrem herausfordernder und zeitintensiver Prozess fĂŒr den Bereich Central IT-Services und vor allem die SAP-Teams. Ohne die UnterstĂŒtzung der Process Experts und zahlreicher weiterer Kollegen im Unternehmen wĂ€re er nicht möglich. Wichtige Teilprojekte wie die Inbetriebnahme von Sales Cloud und EWM wurden bereits umgesetzt. Der Go-Live des vollstĂ€ndigen SAP S/4 â Hana-Systems ist fĂŒr November geplant. Mit dem neuen ERP-System schafft Rösler die Voraussetzungen, um bestehende und zukĂŒnftige GeschĂ€ftsprozesse effizient, transparent und zukunftsorientiert zu gestalten â und damit die digitale Weiterentwicklung des Unternehmens nachhaltig voranzutreiben. Sportliche Highlights im Juni â starke Leistungen unserer Kollegen Erster Platz beim Azubi Cup Vier Spiele, voller Einsatz und ein Team, das fĂŒreinander gekĂ€mpft hat: Unsere Azubis haben sich Anfang Juni den Sieg beim HaĂberge Azubi Cup 2026 in Krum gesichert. Neben starken Leistungen auf dem Platz stand vor allem eines im Mittelpunkt: echter Teamgeist. Genau dieser Zusammenhalt machte am Ende den entscheidenden Unterschied gegen starke Gegner von Regiolux, FrĂ€nkische, Valeo und der Sparkasse Schweinfurt-HaĂberge aus. Top Ten beim Frankenbike-Marathon Bei Temperaturen von deutlich ĂŒber 30 Grad stellte sich Philipp Reuter, Konstrukteur bei AM Solutions, am 21. Juni der Herausforderung des Frankenbike-Marathons in Trieb. Trotz eines Reifenwechsels nach einem PlattfuĂ erreichte er einen starken 8. Platz in seiner Altersklasse. Auch optisch setzte er ein Ausrufezeichen: Er war erstmals im neuen Rösler Bike-Shirt unterwegs. Aktuell gröĂtes Team beim NP-Firmenlauf Auch beim Neue Presse Firmenlauf am 11. September in GemĂŒnda sind wir derzeit vorne mit dabei: Mit knapp 60 Anmeldungen stellen wir aktuell die gröĂte Teilnehmergruppe. Vielleicht bleibt das ja bis zum Startschuss so. Wer noch mitmachen möchte, kann sich gerne bei Gabi Lodes im Marketing anmelden. AM Solutions erweitert S1 Familie: S1 Basic feiert erfolgreich Weltpremiere in Lyon links: David Soldan; rechts: Julien Boussel Die S1 von AM Solutions â 3D post processing technology hat sich im Laufe eines lĂ€ngeren Entwicklungsprozesses mittlerweile als Benchmark fĂŒr das automatisierte Post-Processing von Polymerbauteilen etabliert. Nun wurde die S1-Familie, die daneben auch die S1 Wet umfasst, durch die etwas kleinere, kompaktere S1 Basic erweitert. Dabei handelt es sich um eine reduziertere Anlagenversion der S1, die unseren Kunden abseits der industriellen Serienfertigung einen standardisierten, wirtschaftlichen Einstieg in die automatisierte Nachbearbeitung additiv gefertigter Bauteile ermöglicht. Damit richtet sich die S1 Basic insbesondere an die Hersteller von Prototypen und Kleinserien sowie an Anwender aus der Entwicklungs-, Labor- und Pilotumgebung. âWir sehen eine klare Entwicklung bei den Druckerherstellern: Neben groĂen, produktionsstarken Systemen werden zunehmend auch Lösungen fĂŒr den Einstieg in die additive Fertigung angeboten. Dadurch sinken die EinstiegshĂŒrden fĂŒr Unternehmen spĂŒrbar, was den Zugang zur Technologie erleichtert und ihre Verbreitung in der Industrie beschleunigt. Gleichzeitig bleiben die Anforderungen an die BauteilqualitĂ€t unverĂ€ndert hochâ, erklĂ€rt David Soldan, Leiter von AM Solutions â 3D post processing technology. Genau diese Anforderungen adressiert die neue Anlage. Integrierter 2-in-1-Prozess fĂŒr Reinigung und OberflĂ€chenfinish Die S1 Basic basiert auf dem fĂŒr AM Solutions typischen 2-in-1-Prozess, der Reinigung und OberflĂ€chenbearbeitung in einer einzigen Anlage und mit nur einem Strahlmittel kombiniert. Daraus ergibt sich nicht nur eine Platzersparnis, sondern auch eine deutliche Vereinfachung der ProzessablĂ€ufe, was wiederum Zeit und Kosten spart. Der durchgĂ€ngige Workflow umfasst das Entfernen von PulverrĂŒckstĂ€nden sowie die OberflĂ€chenhomogenisierung und Verdichtung. Dies fĂŒhrt zu gleichmĂ€Ăigeren OberflĂ€chenqualitĂ€ten und verbessert die Ergebnisse in nachgelagerten Prozessen wie beispielsweise dem chemischen GlĂ€tten oder FĂ€rben. Entwicklung durch Rösler Frankreich Die Konzeption und Entwicklung der S1 Basic erfolgten durch das Team von Rösler Frankreich. FĂŒr Jean-Jacques Andreu, GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Rösler France, wĂ€re die erfolgreiche Umsetzung ohne die enge Zusammenarbeit mit AM Solutions in Deutschland nicht möglich gewesen. Ein wichtiger Meilenstein war fĂŒr ihn die Weltpremiere der Anlage auf der 3D Print in Lyon: âDort bot sich uns die Gelegenheit, direkt mit Kunden und Partnern ins GesprĂ€ch zu kommen und ihre ersten EindrĂŒcke zu erfahren. Das Feedback, das wir wĂ€hrend der Messe erhalten haben, war sehr positiv und bestĂ€tigte, dass der Markt nach innovativen Lösungen sucht, die Leistung, ZuverlĂ€ssigkeit und Nachhaltigkeit vereinen. Diese positive Resonanz ist eine wertvolle Anerkennung unserer gemeinsamen Leistung.â Darauf können wir stolz sein! Herzlich willkommen in der Rösler Group! Löwe, Patrick Mitarbeiter Logistik Untermerzbach - Memmelsdorf MĂŒller, Sascha SAP Developer Untermerzbach - Memmelsdorf Rupp, Maik Mitarbeiter Logistik Untermerzbach - Memmelsdorf Schuch, Luis Monteur Untermerzbach - Memmelsdorf Zadran, Tufan Mitarbeiter Produktion Schleifkörper Untermerzbach - Memmelsdorf Rösler INSIGHT Archiv INSIGHT Archiv 2026 INSIGHT Archiv 2025 INSIGHT Archiv 2024
Entrostungsstrahlen â Effiziente Rostentfernung mit Strahltechnik
ENTROSTEN Entrosten bzw. Rost entfernen als SchlĂŒsselprozess fĂŒr langlebige MetalloberflĂ€chen Das Entrosten von Metallteilen - ein klassisches Einsatzgebiet fĂŒr Strahltechnik und Gleitschlifftechnik Wenn Eisen- oder StahloberflĂ€chen mit Feuchtigkeit und Sauerstoff in BerĂŒhrung kommen, entsteht Rost. Rost ist ein Oxidationsprodukt, welches zunĂ€chst an der OberflĂ€che entsteht, sich aber bis in die tiefen Werkstoffschichten hineinfressen kann. Wird der Rost nicht entfernt, kann er selbst massivste Eisen- oder Stahlbauteile unwiederbringlich zerstören. Je nachdem, in welchem Umfang Rost vorhanden ist, helfen im privaten Umfeld Hausmittel beim Entfernen des Rostes, etwa verschiedene SĂ€uren oder sogar Cola. Eine besonders effektive Methode zur Rostentfernung ist die mechanische Beseitigung mittels StahlbĂŒrste oder Schmirgelpapier. Dabei entstehen im Vergleich zum Entrosten mittels SĂ€ure keine chemischen Nebenprodukte, allerdings ist der manuelle Prozess aufwendig und hinterlĂ€sst oft Kratzer auf der OberflĂ€che. Im industriellen Umfeld ist das manuelle Entfernen des Rostes auf gefertigten Bauteilen hĂ€ufig schlicht zu uneffektiv. Hier kommen klassischerweise die in diesem Fall besonders materialschonende Gleitschlifftechnik oder die sehr effektive und kraftvolle Strahltechnik zum Einsatz. Das Entrostungsstrahlen gehört zu den Reinigungsstrahlverfahren und ist in zahlreichen Branchen unverzichtbar. Es erfolgt, besonders wenn es um die Entrostung von groĂflĂ€chigen Flach- und Profilstahlerzeugnissen geht, mithilfe von SchleuderrĂ€dern / Turbinen . Zur punktuellen Rostentfernung kommen Druckluftverfahren zum Einsatz, beide Verfahren können auch kombiniert werden. Klassische Branchen, in denen das Entrostungsstrahlen zum Arbeitsalltag gehören, sind Stahlbau, Stahlhandel, Fahrzeugbau und Maschinenbau. Was mĂŒssen Sie ĂŒber das Entrosten wissen? Wichtige Fragen im Ăberblick. Was ist Rost und wie entsteht er? Rost entsteht, wenn Eisen oder Stahl mit Wasser und Sauerstoff in Kontakt kommen. Chemisch handelt es sich um Eisen(III)-oxid mit Kristallwasser, wĂ€hrend sich Eisen(II)-oxid in frĂŒhen Stadien bildet. Dieser Oxidationsprozess fĂŒhrt zur Bildung poröser Rostschichten, die das Metall nicht schĂŒtzen, sondern weitere Korrosion begĂŒnstigen. Die Entstehung von Rost erfolgt in mehreren Schritten: Eisen gibt Elektronen ab, bildet FeÂČâș-Ionen, die mit Wasser reagieren und schlieĂlich zu Eisen(III)-oxid oxidieren. Durch die Volumenzunahme der Oxidschicht entstehen Spannungen, die die Rostschicht abplatzen lassen. HĂ€ufig betroffen sind Werkzeuge, MetallzĂ€une, GartengerĂ€te und Fahrzeuge. Was ist der Unterschied zwischen Rost und Zunder? Zunder entsteht bei hohen Temperaturen, etwa beim Schmieden oder Walzen. Er besteht aus WĂŒstit (FeO), Magnetit (FeâOâ) und HĂ€matit (FeâOâ) und haftet fester auf der MetalloberflĂ€che. Rost bildet sich dagegen bei normalen Temperaturen, enthĂ€lt Wasser und ist leicht porös. Die Entfernung von Zunder erfordert oft aggressivere Methoden als das Entrosten. Wann eignet sich die Strahltechnik zum Entrosten von Metall? Die Strahltechnik ist eine der effizientesten Methoden zum Entrosten und Entzundern von Metallbauteilen. Dabei werden Strahlmittel wie Korund, Glasperlen, Stahlgranulat oder Glasgranulat mit hoher Geschwindigkeit auf die OberflĂ€che gebracht. Druckluftverfahren eignen sich fĂŒr punktuelle Rostentfernung oder komplizierte Geometrien, wĂ€hrend SchleuderrĂ€der / Turbinen groĂflĂ€chige Stahlprodukte effektiv reinigen. Die Wahl des Strahlmittels hĂ€ngt vom Metall und dem gewĂŒnschten Bearbeitungseffekt ab: kantige Körner fĂŒr aggressive Reinigung, runde Glasperlen fĂŒr schonende, mattierte OberflĂ€chen. Normen wie DIN EN ISO 8501-1 helfen, den Rostgrad zu bestimmen und die Strahltechnik entsprechend anzupassen. Bei leichtem Rostbefall genĂŒgt oft ein leichtes Ăberstrahlen; bei tieferem Rost (C oder D) ist stĂ€rkeres Strahlen notwendig. Die Dauer des Strahlprozesses ist somit abhĂ€ngig vom Rostgrad. Strahltechnik wird in vielen Branchen eingesetzt: Stahlbau, Maschinenbau, Fahrzeugbau oder Restaurierung historischer Metallobjekte. Die QualitĂ€t des Strahlens beeinflusst direkt die Haftung von Beschichtungen und damit die Lebensdauer der Metallteile. Insbesondere in Branchen, in denen mit sehr groĂen Bauteilen gearbeitet wird, etwa im Schiffsbau oder Stahlbau, werden hĂ€ufig Konservierungslinien eingesetzt, in welchen das Entrosten direkt mit dem Auftragen eines Korrosionsschutzes oder von Farbe kombiniert wird. Wann ist die Gleitschlifftechnik erste Wahl zum Entrosten von Metall? Die Entrostung in Gleitschliffanlagen eignet sich besonders fĂŒr die Serienbearbeitung kleiner bis mittelgroĂer WerkstĂŒcke. Das Verfahren kombiniert mechanische und chemische Prozesse. Die WerkstĂŒcke werden meist zusammen mit Schleifkörpern, Wasser und sĂ€urehaltigem Compound in der Gleitschliffanlage bewegt. Diese Bewegung erzeugt einen Materialabtrag, entfernt Rost und sorgt parallel fĂŒr eine gleichmĂ€Ăige OberflĂ€che. Eine besondere StĂ€rke der Gleitschlifftechnik ist, dass bei dieser Herangehensweise verschiedene Bearbeitungsschritte in einem Bearbeitungsprozess ausgefĂŒhrt werden können. Im Bereich der industriellen Entrostung ist das Gleitschleifen deshalb fĂŒr hierfĂŒr geeignete Teile in der Regel die kostengĂŒnstigste Methode. Compounds aktivieren den Abtrag von Rost, Korrosion oder ZunderbelĂ€gen und werden zur WerkstĂŒck-Neutralisation (pH-Wert-Einstellung) eingesetzt. Sie sind auĂerdem geeignet, fettige RĂŒckstĂ€nde zu entfernen und die Teile zu reinigen oder aufzuhellen. Die Maschinentypen fĂŒr das Entrosten reichen von Vibratoren ĂŒber Fliehkraftanlagen bis zu linearen Durchlaufanlagen , wodurch Gleitschlifftechnik besonders fĂŒr kleine und mittelgroĂe oft komplex geformte Serienbearbeitung geeignet ist. Welche Hausmittel gibt es zur Rostentfernung? Im Haushalt gibt es mehrere Möglichkeiten, Rost zu entfernen: Essig oder Essigessenz: löst Rost durch SĂ€urewirkung. ZitronensĂ€ure: besonders schonend, geeignet fĂŒr kleinere Roststellen. Natron: wirkt leicht abrasiv und chemisch neutral. Cola: enthĂ€lt PhosphorsĂ€ure, die Rost auflöst. Anleitung: Den Gegenstand einweichen oder die FlĂŒssigkeit auf die Roststellen auftragen, einige Zeit einwirken lassen, anschlieĂend mit Wasser abspĂŒlen und grĂŒndlich trocknen. FĂŒr langfristigen Rostschutz empfiehlt sich das Auftragen einer Schutzschicht oder eines Rostumwandlers. Tipp: Nach der Hausmittel-Behandlung kann leichtes Schleifen mit Schmirgelpapier oder DrahtbĂŒrste verbliebene Rostreste entfernen. Welche alternativen Entrostungsmethoden gibt es? Hochdruckwasserstrahlen: umweltfreundlich, effektiv fĂŒr groĂe Konstruktionen. Chemische Verfahren: SĂ€uren wie PhosphorsĂ€ure, ZitronensĂ€ure oder OxalsĂ€ure lösen Rost; PhosphorsĂ€ure bildet eine Schutzschicht. Elektrolytische Entrostung: materialschonend, geeignet fĂŒr kleine, empfindliche oder komplexe Teile. Die Wahl der Methode hĂ€ngt von WerkstĂŒckgröĂe, Rostgrad, StĂŒckzahl, OberflĂ€chenqualitĂ€t und Umweltanforderungen ab. Oft wird eine Kombination mehrerer Verfahren eingesetzt. Welche Rolle spielt das Entrosten als Vorprozess zum Lackieren? Das Entrosten stellt einen essenziellen Vorprozess fĂŒr das Lackieren metallischer OberflĂ€chen dar. Rost gilt als unzulĂ€ssiger Untergrund, da er weder die notwendige Haftfestigkeit fĂŒr Beschichtungen bietet noch eine ausreichende Korrosionssperre gewĂ€hrleistet. Bleiben Oxidationsprodukte auf der OberflĂ€che zurĂŒck, kommt es zu einer Unterwanderung des Lacks und damit zu vorzeitigen Schichtablösungen. FĂŒr eine beschichtungsgerechte OberflĂ€che ist daher eine vollstĂ€ndige Entfernung von Korrosionsprodukten und Zunder erforderlich. Dies erfolgt in der Regel durch mechanische Verfahren (z. B. Strahlen, Schleifen, BĂŒrsten) oder durch chemische Prozesse wie Beizen. Nur auf einer metallisch blanken, sauberen und ggf. zusĂ€tzlich vorbehandelten OberflĂ€che (z. B. Phosphatierung, Passivierung) kann eine dauerhafte Lackhaftung und ein langfristiger Korrosionsschutz sichergestellt werden. Nach dem Entrosten muss das Metall getrocknet und mit Rostschutzmittel oder Lack behandelt werden. Wie "rosten" nicht eisenhaltige Metalle? Nicht eisenhaltige Metalle rosten nicht, sie oxidieren und bilden dabei charakteristische Oxidschichten. Aluminium etwa entwickelt sofort eine dĂŒnne, festhaftende Schicht aus Aluminiumoxid, die das Grundmaterial passiviert und in vielen FĂ€llen sogar vor weiterem Angriff schĂŒtzt, sodass diese Verbindung einen durchaus positiven Effekt auf das WerkstĂŒck hat. Kupfer bildet dagegen eine Patina, die zwar dekorativ wirken kann, fĂŒr technische Beschichtungen jedoch oft entfernt werden muss. Im Unterschied zum Rost auf Eisen wirken die Oxidschichten vieler Nichteisenmetalle meist stabilisierend und können den Werkstoff dauerhaft vor Korrosion bewahren. Ab welchem Punkt ist eine Entrostung nicht mehr möglich? Ein Bauteil aus Eisen oder Stahl gilt als zu stark verrostet, wenn der Rost nicht mehr nur oberflĂ€chlich, sondern tief in das Material eingedrungen ist. Tiefe LochfraĂstellen, Gruben oder Risse fĂŒhren zu Materialverlust und struktureller SchwĂ€chung, sodass mechanische Reinigungsverfahren wie Strahlen oder Gleitschleifen keine dauerhafte Lösung mehr bieten. Solange die MetallstĂ€rke noch ausreicht und die Korrosion nur oberflĂ€chlich ist, können diese Verfahren die OberflĂ€che wieder beschichtungsfĂ€hig machen. Bei stark durchrosteten Bauteilen, deren IntegritĂ€t gefĂ€hrdet ist, ist eine Reinigung zwar möglich, fĂŒhrt aber nicht zu sicheren oder langlebigen Ergebnissen. In solchen FĂ€llen mĂŒssen die Bauteile ersetzt werden. Fazit: Entrosten fĂŒr lange Lebensdauer Entrosten ist entscheidend fĂŒr den Werterhalt und die StabilitĂ€t von Metall. Ob im Haushalt oder in der Industrie â die Wahl der Methode hĂ€ngt von Material, Rostgrad, WerkstĂŒckgröĂe und gewĂŒnschter OberflĂ€chenqualitĂ€t ab. Strahltechnik ĂŒberzeugt durch Effizienz und FlĂ€chenleistung, Gleitschlifftechnik ist hĂ€ufig die kostengĂŒnstigste Methode, unter anderem weil dabei verschiedene Bearbeitungsschritte in einem Bearbeitungsprozess ausgefĂŒhrt werden können. Wichtig ist, Rost frĂŒhzeitig zu entfernen und die OberflĂ€che zu schĂŒtzen, um Metallteile dauerhaft zu erhalten. Verwenden Sie den Solution Finder, um das richtige System fĂŒr Ihre Verarbeitungsmethode zu finden. Solution finder
Metall entlacken mit Strahltechnik â schonend & effizient
ENTLACKEN Metall entlacken mithilfe der Strahltechnik Organische Beschichtungen schonend und effizient entfernen Das Entlacken, insbesondere das Entlacken von Metall, gehört in sĂ€mtlichen Industriebranchen zum Alltag: Um Rohstoffe zu recyceln, Farbe zu entfernen, als Vorbehandlung vor dem Auftrag einer neuen Lackschicht oder um einen zuvor aufgetragenen Schutzlack, etwa als Versiegelung gegen Korrosion, wieder zu entfernen. Anders als beim Entschichten, bei dem es um das Entfernen von Beschichtungen aller Art geht, werden beim Entlacken tatsĂ€chlich nur organische Lackschichten entfernt. Typische Methoden, um Metall von Lack zu befreien, sind mechanische Verfahren wie Schleifen, BĂŒrsten oder Abspachteln. Im Bereich Aerospace dient das Entlacken, auch Stripping genannt, noch einem weiteren Zweck: Dort mĂŒssen Bauteile und GegenstĂ€nde wie Fahrwerkskomponenten, Turbinenschaufeln, Brems- und TurbinengehĂ€use oder Brennkammer-OberflĂ€chen regelmĂ€Ăigen SicherheitsprĂŒfungen unterzogen werden. Davor mĂŒssen alle Bauteile entlackt werden, um auch minimale SicherheitsmĂ€ngel auf ihren OberflĂ€chen erkennen zu können. Deshalb dĂŒrfen die Teile beim Entlacken keinesfalls beschĂ€digt werden, weshalb sich schonende Verfahren wie das Entlacken mittels Hochdruckstrahlen/ Hochdruckwasserstrahlen anbieten. Entlacken in der Praxis: OberflĂ€chenvorbereitung, Anlagentechnik und Recycling Entlacken und Aufrauen kombinieren Doch nicht immer steht die Materialschonung beim Entlacken im Mittelpunkt. Ist das Grundmaterial robust und liegt in groĂen FlĂ€chen vor, stehen andere Verfahren zur VerfĂŒgung: Dann ist das Strahlen bzw. Sandstrahlen hĂ€ufig die effektivste Methoden zum Entfernen von Lackschichten von Metallteilen - und teilweise auch von Kunststoffkomponenten. Gleichzeitig kann durch dieses Verfahren eine leichte bis mittlere Aufrauhung der OberflĂ€che erreicht werden, eine ideale Vorbereitung, wenn ein erneutes Beschichten oder Lackieren vorgesehen ist. Das gelingt etwa durch den Einsatz eines innovativen Kunststoffstrahlmittels aus organischem Material, mit dem VerbundoberflĂ€chen oder MetalloberflĂ€chen rĂŒckstandslos und sicher entlackt werden können, doch auch hochabrasives Korund ist ein gut geeignetes Strahlmittel zum Entlacken - wenn die Materialgrundlage es zulĂ€sst und optische AnsprĂŒche nur eine untergeordnete Rolle spielen. So entstehen lackfreie, saubere OberflĂ€chen, die eine optimale Haftung fĂŒr nachfolgende Beschichtungen bzw. eine Pulverbeschichtung ermöglichen. Anlagenfeatures zum Entlacken Zum Entlacken stehen alle gĂ€ngigen Strahlverfahren zur VerfĂŒgung, am hĂ€ufigsten Anwendung finden Turbinenstrahlen (Schleuderradstrahlen) und Injektorstrahlen. Letzteres sorgt fĂŒr eine besonders gleichmĂ€Ăige Farbentfernung durch eine speziell entwickelte DĂŒse, die das Strahlmedium optimal verteilt. Das Turbinenstrahlen erzielt die höchste FlĂ€chenleistung, und eignet sich fĂŒr Einzelteil- oder Chargenbearbeitung, etwa im Multi Tumbler . OberflĂ€chen können komplett entlackt werden oder selektiv. Dazu können auch verschiedene Strahlverfahren kombiniert werden, zum Beispiel Turbinenstrahlen fĂŒr die Bearbeitung der FlĂ€che und ein anschlieĂendes Entfernen der Lackierung im Innenbereich oder von punktuellen Lackresten durch Injektorstrahlen oder Ă€hnliche Werkzeuge. Entlacken als Vorprozess zum Materialrecycling Weil Rohstoffpreise steigen und eine Kreislaufwirtschaft auch aus ökologischen Gesichtspunkten immer mehr an Bedeutung gewinnt wird das Entlacken heute auch sehr hĂ€ufig als Vorprozess zum Recyceln diverser Metalle und Leichtmetalle eingesetzt, etwa in der Automobilindustrie. Das Felgenrecycling etwa ist der Prozess der Wiederaufbereitung oder des Materialrecyclings von ausgedienten oder beschĂ€digten Fahrzeugfelgen aus Aluminium oder Stahl. Ziel ist es, Rohstoffe zu schonen, Energie zu sparen und die Umweltbelastung zu reduzieren. Dabei werden alte Felgen, die nicht mehr aufbereitet werden können, wieder eingeschmolzen, um das Metall zurĂŒckzugewinnen. Ein zentraler Schritt dabei ist das Entlacken der Altfelgen. Dadurch wird verhindert, dass Schadstoffe beim Einschmelzen freigesetzt werden. Typische Strahlanlagen, in denen die zuvor kleingeschredderten Felgenteile entlackt werden, sind Chargenanlagen wie Multi Tumbler oder Schlaufenbandanlage . Durch das Entlacken wird die MetalloberflĂ€che sauber, die QualitĂ€t der Wiederaufbereitung erhöht und nahezu 100 % des Metalls rĂŒckgewonnen. Felgenrecycling trĂ€gt so zu Ressourcenschonung, Umweltschutz und nachhaltiger Nutzung von Aluminium und Stahl bei. Was mĂŒssen Sie ĂŒber das Entlacken wissen? Wichtige Fragen im Ăberblick Sind Entlacken und Entschichten das selbe? Technisch gesehen wird bei beiden Verfahren dasselbe erreicht, nĂ€mlich eine OberflĂ€chenschicht von einem Material wie Metall, Stahl oder Edelstahl entfernt. In der Praxis werden die beiden Begriffe deshalb hĂ€ufig synonym verwendet. Das ist aber nicht korrekt, denn wĂ€hrend das Entschichten der Ăberbegriff fĂŒr das generelle Entfernen einer Beschichtung ist, egal, ob es sich dabei um Lacke, Pulver, galvanische Schichten, Korrosionsprodukte wie Rost oder Passivierungen und vieles mehr handelt, werden beim Entlacken tatsĂ€chlich nur organische Lacke entfernt. Dabei sollte die OberflĂ€che des WerkstĂŒcks bzw. das Grundmaterial nicht beschĂ€digt werden, ein leicht aufrauender Effekt ist aber hĂ€ufig erwĂŒnscht, weil er eine gute Haftung fĂŒr nachfolgende Beschichtungen ermöglicht. Was sind thermische und chemische Entlackung? Thermisches Entlacken wird auch Pyrolyse genannt. Bei diesem Verfahren wird mit Hitze gearbeitet - und die Lackschicht dadurch sozusagen vom Untergrund weggebrannt. Beim thermischen Entlacken sind die Temperaturen so hoch, dass die chemischen Bindungen in den Bestandteilen des Lacks aufgebrochen werden. Ăbrig bleibt eine Ascheschicht, die mechanisch entfernt werden muss, das kann mitunter mithilfe einer Strahlanlage geschehen. Beim thermischen Entlacken werden Temperaturen von bis zu 450 Grad erreicht, deshalb ist das Verfahren nicht fĂŒr hitzeempfindliche Materialien wie Aluminium geeignet, diese können sich verziehen. AuĂerdem kommt es bei diesem Verfahren hĂ€ufig zu MaterialermĂŒdung. Allerdings hat das thermische Entlacken auch einige gravierende Vorteile. Der Wichtigste: Das Verfahren liefert schnell ein sehr sauberes Ergebnis, gerade wenn dicke Lackschichten entfernt werden mĂŒssen. Das chemische Entlacken ist ebenfalls eine hĂ€ufig verwendete Alternative zum mechanischen Strahlen. Dabei werden chemische Lösungen verwendet, um Farben, Lacke oder Beschichtungen zu entfernen. Eingesetzt werden können sowohl chemische Entlackungsmittel auf saurer oder alkalischer Basis. Konkret werden die WerkstĂŒcke in ein Entlackungsbad gegeben, in dem der Lack mithilfe von Abbeizern chemisch abgelöst oder aufgelöst wird. Das Verfahren ist besonders fĂŒr empfindliche Materialien wie Aluminium oder Zingdruckguss und fĂŒr dĂŒnnwandige Geometrien geeignet. Allerdings kann das chemische Entlacken zeitraubend und aufwĂ€ndig sein - und die Entsorgung des chemisch verunreinigten Abwassers ist hĂ€ufig problematisch, generell ist das Verfahren wegen der vielen Chemie nicht besonders schonend fĂŒr die Umwelt. Welche Strahlmittel eignen sich zur Entfernung von Lack? Glasperlen: Glasperlen kombinieren die Entfernung von Lacken mit einer gleichzetigen OberflĂ€chenveredelung. Dabei können hochglĂ€nzende OberflĂ€chen erzeugt werden. FĂŒr sehr dĂŒnnwandige Teile ist dieses Verfahren nicht geeignet, da sich die WerkstĂŒcke beim Glasperlenstrahlen verformen können. Sehr vorteilhaft ist aber, dass dieses Verfahren eine leichte Rauheit auf der OberflĂ€che erzeugt und so fĂŒr eine gute Haftungsvorbereitung sorgt. Sogar das Strahlen nur mit Wasser kann eine geeignete Methode sein. Sie findet etwa im Bereich Aerospace Verwendung und ist hĂ€ufig eine umweltschonende und kostengĂŒnstige Methode. HĂ€ufig eingesetzt wird dieses Strahlmittel etwa in der Automobilindustrie zum Entlacken von Aluminium-Komponenten. Korund: Das Entlacken mit hochabrasivem Korund ist eine gute Lösung, wenn unempfindliche, groĂe Bauteile schnell von einer (dicken) Lackschicht befreit werden sollen. Beim Entlacken mit Korund erreichen wir nicht nur die höchste Abtragsrate, es entstehen auch sehr raue OberflĂ€chen, die zwar nicht unbedingt Ă€sthetisch sind, aber eine optimale Vorbehandlung fĂŒr ein anschlieĂendes Neulackieren oder Pulverbeschichten darstellen. Weitere Vorteile: Das Strahlmittel ist in verschiedenen KorngröĂen verfĂŒgbar (60-200 Mesh). Kunststoffstrahlmittel: Kunststoffstrahlmittel bieten eine oberflĂ€chenschonende Lösung zum Entlacken, ganz ohne Kratzer und Verformungen. Allerdings ist das Verfahren etwas zeitintensiver, weil die Abtragsrate des Strahlmittels vergleichsweise gering ist. Dennoch: dort, wo hohe PrĂ€zision gefordert ist und die OberflĂ€che des Grundwerkstoffs nicht beschĂ€digt werden soll, kann dieses Verfahren ĂŒberzeugen. In der Luftfahrtbranche, fĂŒr das Entlacken von Automobilkunststoffteilen oder zum Bearbeiten von Elektronikkomponenten findet es Anwendung. Wasser: Das Entlacken mit Wasser ist mit oder ohne abrasivem Zusatz möglich. Das Verfahren arbeitet mit Druckluft (vergleichbar mit einem Hochdruckreiniger) und erzeugt einen sehr schonenden Materialabtrag, weil dieser durch die Wassererosion erzeugt wird und nicht durch mechanischen Abrieb. Die relative Abtragsrate beim Wasserstrahlen ist niedrig, deshalb ist das Verfahren nicht besonders effizient. Unschlagbar ist aber seine UmweltvertrĂ€glichkeit: Werden dem Waser keine abrasiven ZusĂ€tze wie Korund zugesetzt, kann es einfach wieder gereinigt und recycelt, und so im Kreislauf gefĂŒhrt werden. Verwenden Sie den Solution Finder, um das richtige System fĂŒr Ihre Verarbeitungsmethode zu finden. Solution finder
Entzundern & Entfernen von Walzhaut â Effiziente Verfahren
ENTZUNDERN Zunder entfernen: Effiziente Verfahren fĂŒr Stahl- und EisenoberflĂ€chen Sauerstoff und WĂ€rme lassen Zunder entstehen Wird Stahl oder Eisen erwĂ€rmt, entsteht durch den Kontakt mit Sauerstoff Zunder. Dieser muss entfernt werden, um eine effektive Weiterverarbeitung des Produktes zu gewĂ€hrleisten. Zunder bildet sich hauptsĂ€chlich bei Umformprozessen wie dem Walzen oder Schmieden im Hochofen, aber auch bei WĂ€rmebehandlungen und HĂ€rteprozessen, die MetalloberflĂ€chen / StahloberflĂ€chen widerstandsfĂ€higer machen sollen. Um bei der weiteren Verarbeitung (Lackieren / mechanische Bearbeitung) OberflĂ€chendefekte zu vermeiden, muss sĂ€mtlicher Zunder zuvor vom Material entfernt werden. Um diesen Zustand zu erreichen, stehen mechanische, chemische und elektrochemische Verfahren (elektrochemisches Entzundern) zur VerfĂŒgung. Eine Sonderform ist der SchweiĂzunder, der ein Nebenprodukt des SchweiĂprozesses ist. Dieser muss auch vor Beschichtungen komplett entfernt werden. Entzundern Verfahren: Welche mechanischen und chemischen Methoden gibt es? Entzundern mittels Strahltechnik: Besondere Anforderungen an die Anlagentechnik Besonders effektiv lĂ€sst sich Zunder mittels Strahltechnik im Schleuderrad- bzw. Turbinenstrahlverfahren entfernen. Denn Zunderschichten weisen in der Regel eine hohe HĂ€rte auf und erfordern eine hohe Durchschlagskraft der einzelnen Strahlkörner. Diese wird benötigt, um eine reine StahloberflĂ€che nach dem Strahlen zu erzielen. In groĂen Walzwerken werden Stahlbleche, Bleche aus Edelstahl oder Rohstahl hĂ€ufig direkt nach ihrer Herstellung mithilfe von Strahlanlagen entzundert und anschlieĂend mit einem Korrosionsschutz ausgestattet. So werden die Bleche dann an den Endkunden weitergeliefert. Neben den Walzwerken gehören die Stahlerzeugungsbranche, Schmiedebetriebe oder HĂ€rtereien zu den klassischen Anwendern im Bereich Entzundern. Je nach Klassifizierung haftet Zunder unterschiedlich stark an den verschiedenen Werkstoffen. Vergleichsweise einfach entfernen lĂ€sst sich Trockenzunder, welcher auf KohlenstoffstĂ€hlen entsteht. Um jedoch etwa Klebezunder zu entfernen, der eine dĂŒnne und in sich geschlossene, sehr stark haftende Zunderschicht ausbildet, muss im Fall einer Bearbeitung mittels Strahlanlage lange und intensiv mit sehr hoher Strahlmittelgeschwindigkeit gestrahlt werden. Auch an die Anlagentechnik stellt dieser RĂŒckstand besondere Anforderungen: Gelangt abgestrahlter Zunder in den Strahlmittelkreislauf, wirkt er wie Schleifpapier. Das fĂŒhrt zu einem extrem schnellen VerschleiĂ der Turbinenschaufeln und im schlimmsten Fall zu einer BeschĂ€digung der WerkstĂŒcke. Deshalb mĂŒssen Strahlanlagen zum Entzundern ĂŒber eine extrem zuverlĂ€ssige Strahlmittelaufbereitung mit effektiver Windsichtung verfĂŒgen. Eine Sonderform des Entzunderns ist das Nassstrahlentzundern von Edelstahlkomponenten, welches âPure Finishâ genannt wird. Durch dieses Verfahren werden insbesondere OberflĂ€chen fĂŒr die Lebensmittelerzeugungsindustrie bearbeitet. Entzundern mittels Gleitschlifftechnik: FĂŒr klein- und mittelgroĂe Teile die effektivste Bearbeitung groĂer WerkstĂŒckmengen AuĂerhalb von groĂen Walzwerken und GieĂereien mit ihren riesigen WerkstĂŒcken kann auch die Gleitschlifftechnik die erste Wahl zum Entzundern von Rohstahl sein. Auch WerkstĂŒcke nach der WĂ€rmebehandlung, besonders wenn es sich dabei um gröĂere StĂŒckzahlen handelt, können besonders wirtschaftlich in Gleitschliffanlagen entzundert oder schlicht von VerfĂ€rbungen (Oxiden) befreit werden. Die Verfahrenstechniken eignen sich besonders gut, wenn die OberflĂ€chenverunreinigungen (Oxide, Zunderschicht, BelĂ€ge) nicht zu stark an den OberflĂ€chen der WerkstĂŒcke haften. Ein weiterer Vorteil, der beim Gleitschleifen allgegenwĂ€rtig ist, ist die Möglichkeit, dass bei diesem Verfahren mehrere Prozessschritte völlig automatisiert programmgesteuert ablaufen. So können Teile in speziell modifizierten Gleitschliffanlagen etwa gleichzeitig gereinigt, entzundert und poliert werden. Verrunden, Schleifen, GlĂ€tten und Polieren lassen sich ebenso nach Erfordernissen kombiniert abbilden. Bei diversen Anwendungen ist selbst die Bearbeitung âTeil gegen Teilâ â ohne Schleif- / Polierkörper sehr erfolgreich. Sogar in hĂŒlsenförmigen Innenbereichen kann gereinigt und gebeizt werden. Ein weiteres Entscheidungskriterium ist das gewĂŒnschte OberflĂ€chenergebnis: Beim Gleitschleifen lassen sich, wenn gewĂŒnscht, relativ glatte OberflĂ€chen erzielen, wĂ€hrend beim Entzundern mittels Strahltechnik das Endergebnis eher eine raue, sehr homogene OberflĂ€che ist. Entscheidend ist auch die Frage, wie gut sich die Anlage in die Produktionslinie integrieren lĂ€sst und wie das WerkstĂŒck nach dem Entzundern weiterverarbeitet werden soll. Chemisches und elektrochemisches Entzundern Neben den mechanischen Verfahren zum Entzundern, zu denen neben dem Strahlen und Gleitschleifen noch das manuelle Entzundern (hĂ€ufig mittels Keramik-Schleiflamellen) sowie die Bearbeitung in einem ZunderwĂ€scher zĂ€hlt, stehen auch chemische Verfahren zur VerfĂŒgung. Beim chemischen Entzundern, meist durch Beizen, wird das Bauteil in ein Bad getaucht und die Zunderschicht darin mit SĂ€uren wie Salz- oder SchwefelsĂ€ure gelöst. Dabei reagiert die SĂ€ure mit den Eisenoxiden und entfernt die feste, spröde Schicht von der MetalloberflĂ€che. Dieser Effekt kann durch das Hinzugeben von Strom verstĂ€rkt werden. Das Verfahren ist ein besonders effektiver Weg, wenn komplexe Geometrien und schwer zugĂ€ngliche Stellen entzundert werden sollen. Ein Nachteil ist, dass SĂ€urereste sorgfĂ€ltig entfernt werden mĂŒssen, um Korrosion zu vermeiden. Zudem entstehen gesundheitsschĂ€dliche DĂ€mpfe und umweltbelastende AbwĂ€sser. AuĂerdem kann das Grundmaterial bei unsachgemĂ€Ăer Behandlung angegriffen werden. Was mĂŒssen Sie ĂŒber das Entzundern wissen? HĂ€ufige Fragen im Ăberblick. Was ist Zunder und wie entsteht er? Chemisch betrachtet ist Zunder ein Oxid oder eine Mischung von Oxiden, die sich auf der OberflĂ€che von Eisen oder Stahl bilden, wenn das Metall bei hohen Temperaturen mit Sauerstoff reagiert. Er besteht hauptsĂ€chlich aus einer Mischung verschiedener Eisenoxide. Dazu gehören WĂŒstit (FeO), das Eisen(II)-oxid, Magnetit (FeâOâ), ein Eisen(II,III)-oxid, sowie HĂ€matit (FeâOâ), das Eisen(III)-oxid. Diese Oxidschichten entstehen bei hohen Temperaturen, haften fest auf der MetalloberflĂ€che und bilden eine dichte, harte Schicht, die sich nur schwer mechanisch entfernen lĂ€sst. Was ist der Unterschied zwischen Zunder und Rost? Zunder und Rost sind beide Oxidationsprodukte von Eisen, unterscheiden sich jedoch wesentlich in ihrer Entstehung und Eigenschaften. WĂ€hrend Rost zum Beispiel bei normalen Temperaturen und in Anwesenheit von Wasser entsteht, bildet sich Zunder vor allem bei hohen Temperaturen, meist ohne Wasserbeteiligung. Zunder haftet fest auf der MetalloberflĂ€che und bildet eine dichte, harte Schicht, wĂ€hrend Rost lediglich lose aufliegt, das Material porös macht und die Korrosion kontinuierlich vorantreibt. Was ist der Unterschied zwischen Zunder und Abbrand? Zunder bezeichnet die Oxidschicht, die bei hohen Temperaturen auf der MetalloberflĂ€che entsteht, wĂ€hrend die Bezeichnung Abbrand den Materialverlust angibt, der dabei durch Oxidation, Verbrennen oder Verschlacken entsteht. Bei der Stahlherstellung können solche Verluste bis zu 4 % des Ausgangsgewichts betragen. Je nach Entstehungsprozess wird Zunder auch als Hammerschlag, GlĂŒhspan, Schmiedesinter oder Walzhaut bezeichnet. Verwenden Sie den Solution Finder, um das richtige System fĂŒr Ihre Verarbeitungsmethode zu finden. Solution finder
Aufrauen & Raustrahlen von MetalloberflÀchen
AUFRAUEN Industrielles Aufrauen und Raustrahlen von OberflĂ€chen Aufrauen fĂŒr eine bessere Haftung von Beschichtungen MetalloberflĂ€chen weisen je nach Herstellungsverfahren eine mehr oder weniger raue, inhomogene OberflĂ€chenstruktur auf. Vor ihrer Weiterverarbeitung mĂŒssen sie gleichmĂ€Ăig aufgeraut werden, um die AdhĂ€sion von Beschichtungen, Verklebungen oder Lackierungen zu verbessern. Das geschieht in der Regel mithilfe der Strahltechnik. Dieser Prozess wird auch als Raustrahlen bezeichnet. Durch das Aufrauen oder Raustrahlen (teils auch als Schleifstrahlen bezeichnet) wird die OberflĂ€che eines Bauteils und damit die KontaktflĂ€che fĂŒr die nachfolgenden OberflĂ€chenschichten (z. B. Lack oder Kleber) gezielt vergröĂert. Die KontaktflĂ€chen mĂŒssen fĂŒr eine optimale Haftung aber nicht nur rau, sondern auch sauber und frei von Verunreinigungen und Verschmutzungen sein . Nach dem Strahlen mĂŒssen deshalb alle RĂŒckstĂ€nde des Strahlprozesses wie Staub und Strahlmittel grĂŒndlich entfernt werden. Zur Reinigung der gestrahlten WerkstĂŒcke sind Strahlanlagen von Rösler daher mit Abblas-Einrichtungen oder speziellen BĂŒrsten ausgestattet. Aufrauen als Endbearbeitungsschritt in verschiedenen Industriezweigen Das Aufrauen ist zwar in erster Linie ein Vorprozess oder Zwischenschritt vor dem Auftrag der entsprechenden Schichten auf den Grundwerkstoff, es kann aber auch ganz am Ende der Produktionskette stehen. So werden im OrthopĂ€die-Bereich die Nicht-Gelenkseiten von Femur- und Tibia-Implantaten aufgeraut. Dieses Finish sorgt dafĂŒr, dass die Implantate gut im Körper festwachsen können. Auch in anderen Branchen wie der Automobilindustrie kann das Aufrauen der letzte Schritt der OberflĂ€chenbearbeitung sein. Etwa, wenn die ReibbelĂ€ge von Kupplungen vor der Endmontage aufgeraut werden, um den Haftreibungskoeffizienten zwischen Reibebelag und GegenflĂ€che zu verbessern und so fĂŒr eine griffige OberflĂ€che zu sorgen. Ein weiteres Ziel des Aufrauens kann die Beschleunigung von KĂŒhlprozessen sein: Im Werkzeug- oder Formenbau werden OberflĂ€chen in den KĂŒhlkanĂ€len oder auf FormeinsĂ€tzen aufgeraut, um den WĂ€rmeĂŒbergangskoeffizienten zu erhöhen und dadurch die WĂ€rmeabfuhr zu beschleunigen. In der WĂ€rmeaustauschtechnik sorgen gezielt aufgeraute InnenflĂ€chen fĂŒr einen verbesserten konvektiven WĂ€rmeĂŒbergang. Im Motoren- und Turbinenbau werden OberflĂ€chen durch gezieltes Aufrauen mikrostrukturiert, um die WĂ€rmeableitung in hochbelasteten Bereichen zu verbessern und eine stabilere thermische Balance zu erreichen. Was mĂŒssen Sie ĂŒber das Aufrauen wissen? Wichtige Fragen im Ăberblick Was ist Sweepen, Sweep-Strahlen oder Feinstrahlen? Das Sweepen bzw. Sweep-Strahlen oder Feinstaubstrahlen / Feinstrahlen ist eine besonders schonende Variante des Aufrauens und kommt besonders bei der Bearbeitung von empfindlichen Materialien wie Aluminium, Edelstahl oder feuerverzinktem Stahl zur Anwendung. Auch diese mĂŒssen vor dem Beschichten, Verkleben, SchweiĂen oder dem Auftragen einer Pulverbeschichtung sanft gereinigt und minimal aufgeraut werden. Durch den Einsatz von kantigem Strahlmittel und geringer Energie (Druckluft- oder Schleuderrad) wird gewĂ€hrleistet, dass das Grundmaterial bzw. die Verzinkung dabei nicht zerstört wird und die speziellen Eigenschaften der OberflĂ€che erhalten bleiben. Was kann Mattierstrahlen oder Dekorstrahlen? Auch das Mattierstrahlen ist eine Sonderform des Aufrauens oder Raustrahlens. Bei dieser Bearbeitungs-Methode wird feines Strahlmittel eingesetzt, um FunktionsflĂ€chen zu schaffen oder optische Effekte zu erzielen. Zum Beispiel chirurgisches Besteck, das im OP nicht spiegeln darf, wird mit Keramikperlen gestrahlt, um ein seidenmattes Finish zu erzielen. Optimale OberflĂ€chenvorbereitung: Welche Rolle spielt das Aufrauen im Industriealltag? OberflĂ€chen aus Metall und Kunststoff werden im Industriealltag aufgeraut, um einen besseren Grund fĂŒr die weitere Bearbeitung zu bieten. Unebenheiten werden entfernt, um so die besten Voraussetzungen fĂŒr ein optimales Verzahnen bzw. Verbinden von OberflĂ€che und Verbundstoff (Lack, Kleber) zu erreichen. Wichtig ist dabei auch eine gezielte Vorbereitung des WerkstĂŒcks durch das Reinigen und die Entfernung von RĂŒckstĂ€nden. Welche MessgröĂen zur Beschreibung der OberflĂ€chenrauheit gibt es? Ra-Wert (arithmetischer Mittenrauwert): Beschreibt den durchschnittlichen Abstand aller gemessenen Punkte von einer mittleren Bezugslinie. Der Wert wird in Mikrometern (”m) angegeben. Rz-Wert (gemittelte Rautiefe): Gibt den durchschnittlichen Höhenunterschied zwischen den höchsten Spitzen und den tiefsten TĂ€lern ĂŒber mehrere Einzelmessstrecken hinweg an. Rt / Rmax (Gesamtrauheit bzw. maximale Rautiefe): Bezeichnet die gröĂte vertikale Differenz zwischen der höchsten Erhebung und der tiefsten Vertiefung innerhalb der gesamten Messstrecke. Rpk-Wert (reduzierte Spitzenhöhe): Bezeichnet die mittlere Höhe der tragenden OberflĂ€chenspitzen ĂŒber dem Kernprofil und gibt an, wie stark die obersten Rauheitsspitzen aus dem Materialkern herausragen. Kleben, Lackieren, Beschichten: Welche Rauheitswerte sorgen fĂŒr die stabilste Verbindung von Metall und Kunststoffkomponenten? FĂŒr diese Angabe eignet sich der Rz-Wert besonders gut, da er den Mittelwert aus den gemessenen Rautiefen einschlieĂlich der höchsten Spitzen und tiefsten Vertiefungen darstellt. AbhĂ€ngig vom gewĂ€hlten Verfahren, dem Werkstoff und der spĂ€teren Beanspruchung ist der entsprechende Rz-Wert zu bestimmen. In der Praxis kann dieser zwischen 10 und 100 ”m liegen, je nach geforderter Haftung. Wie verĂ€ndert sich die OberflĂ€chenenergie durch das Aufrauen? Als OberflĂ€chenenergie bezeichnet man die energetische Spannung an der GrenzflĂ€che eines Materials. Sie gibt an, wie stark die MolekĂŒle an der OberflĂ€che miteinander verbunden sind. Durch jedes OberflĂ€chenbearbeitungsverfahren, wie das Schleifen, Strahlen oder SchweiĂen, wird die OberflĂ€chenenergie verĂ€ndert. Durch das Aufrauen einer OberflĂ€che erhöht sich ihre OberflĂ€chenenergie und damit auch die HaftfĂ€higkeit des Materials. Welche Strahlmittel eignen sich fĂŒrs Raustrahlen? Korund, Granatsand, Keramik, Edelstahlkörnergut, Kunststoffgranulat, Glasperlen oder Glasperlen-Bruch. Die Auswahl richtet sich, ebenso wie die passende KorngröĂe, nach dem zu bearbeitenden Material, dem Bearbeitungsziel bzw. gewĂŒnschten Rauheitswert, dem Ausgangszustand der OberflĂ€che und der Empfindlichkeit des WerkstĂŒcks. Generell sind aber kantige Strahlmittel eher geeignet. Welche Anforderungen werden an die Strahlanlage gestellt? Durch den Einsatz eines besonders aggressiven Strahlmittels beim Raustrahlen bzw. Aufrauen sind die Anlagen einem hohen VerschleiĂ ausgesetzt und mĂŒssen daher entsprechend robust konstruiert sein. Gleiches gilt fĂŒr Turbinen und Strahlantriebe, die durch den kontinuierlichen Kontakt mit dem Strahlmittel stark beansprucht werden und ohne geeignete Auslegung des Systems schnell ersetzt werden mĂŒssten. Verwenden Sie den Solution Finder, um das richtige System fĂŒr Ihre Verarbeitungsmethode zu finden. Solution finder
Entschichten in der Industrie: Beschichtungen sicher entfernen
ENTSCHICHTEN Effektives Entschichten: Die SchlĂŒsseltechnik der OberflĂ€chenreinigung Mögliche Bauteile und spezifische Anforderungen Das Entschichten ist ein Reinigungsverfahren und zĂ€hlt zu den hĂ€ufigsten Arten der OberflĂ€chenbearbeitung. Dabei werden Verschmutzungen oder störende Materialien bis hin zum Grundwerkstoff abgetragen. HĂ€ufig werden auch zuvor aufgebrachte, werkstofffremde Beschichtungen aller Art wie Farben und Schutzschichten durch das Entschichten entfernt. Das mechanische Entschichten im industriellen Umfeld erfolgt ĂŒberwiegend mittels Strahltechnik, hĂ€ufig auch als Sandstrahlverfahren bezeichnet. Entschichtet wird, ebenso wie entlackt, aus ganz unterschiedlichen GrĂŒnden: Um Rohstoffe zu recyceln, optischen AnsprĂŒchen zu genĂŒgen, ein Bauteil von unerwĂŒnschten Anhaftungen wie Schmutz der Rost zu reinigen, eine bessere Haftung zu ermöglichen oder einen zuvor aufgetragenen, temporĂ€ren Korrosionsschutz wieder zu entfernen. Im Bereich Aerospace dient der Entschichtungsprozess, auch Stripping genannt, einem ganz speziellen Zweck: Dort mĂŒssen die Bauteile wie Fahrwerksteile, Turbinenschaufeln, Brems- und TurbinengehĂ€use oder Brennkammern-OberflĂ€chen vor SicherheitsprĂŒfungen entschichtet werden, um auch minimale SicherheitsmĂ€ngel auf ihren OberflĂ€chen erkennen zu können. Deshalb darf das TrĂ€germaterial bzw. Bauteil keinesfalls beschĂ€digt werden. Ein optimaler Entschichtungsprozess greift den Grundstoff bzw. die Substrate nicht an, um dessen (mehrfache) Wiederverwendung gewĂ€hrleisten zu können. Mit der geeigneten Anlage und dem bestmöglich angepassten Bearbeitungsverfahren können mineralische Baustoffe wie Beton, Sandstein, Glas, oder Holz genauso entschichtet werden wie Kunststoffe und Metalle. Wichtig ist, die Anlage exakt auf die zu entschichtenden WerkstĂŒcke anzupassen. Auch die Wahl des richtigen Entschichtungsverfahrens ist entscheidend fĂŒr die Effizienz des Prozesses. Welche sind die gĂ€ngigsten Strahlverfahren zum Entschichten? Schleuderradstrahlen bzw. Turbinenstrahlen Das Turbinenstrahlen ist die effektivste Art, groĂe und flĂ€chige Bauteile schnell, intensiv und kosteneffizient zu strahlen und das mit Abstand wichtigste Verfahren fĂŒr das industrielle Entschichten. Es garantiert eine gleichmĂ€Ăige Bearbeitung der Teile, bei geringem Energiebedarf und hohem Automatisierungsgrad. Durch die Möglichkeit, das Strahlmittel aufzubereiten und wiederzugewinnen, ist das Schleuderradstrahlen nicht nur eine effektive, sondern auch eine nachhaltige Lösung, auch fĂŒr die Bearbeitung gröĂerer Mengen, etwa in Multi Tumblern oder Muldenband-Strahlanlagen . Druckluftstrahlen Ermöglicht ein punktuelles Strahlen durch den Einsatz von Injektorpistolen, die manuell oder robotergesteuert bedient werden können. Das Verfahren ist prĂ€zise steuerbar und kann komplexe Geometrien wie InnenrĂ€ume, Hinterschneidungen oder Ecken gut erreichen. Allerdings ist der Strahlmittelverbrauch pro bearbeitete FlĂ€che deutlich höher als beim Turbinenstrahlen. Auch der Energieverbrauch ist durch die Druckluft enorm. Hochdruckwasserstrahlen Beim Entschichten mit Hochdrucktechnik wird Wasser unter hohem Druck mithilfe einer DĂŒse auf die zu bearbeitende Schicht aufgebracht. Auf ein Strahlmittel kann in den meisten FĂ€llen verzichtet werden, was fĂŒr eine Schonung des Untergrundes sorgt. Zudem ist dieses Verfahren hĂ€ufig eine gerne gewĂ€hlte Alternative zu chemischem Entschichten und punktet im Vergleich zu diesem Verfahren durch einen deutlich höhere UmweltvertrĂ€glichkeit. Weitere Informationen zum Hochdruckwasserstrahlen gibt es hier . Was Sie ĂŒber das Entschichten wissen mĂŒssen - FAQ Was ist der Unterschied zwischen Entschichten und Entlacken? Das Entschichten ist ein Verfahren, das zur Entfernung von Beschichtungen und Schichten auf OberflĂ€chen eingesetzt wird. Entlacken ist ein Spezialfall des Entschichtens und bezieht sich speziell auf die Entfernung von Lackschichten. Entschichten ist der umfassendere Begriff und umfasst auch: Walzhaut und Oxidschichten Zunder von Schmiedeteilen Gusshaut und Formsand Rost und Korrosionsprodukte Allgemeine Verschmutzungen und Fremdstoffe Welche alternativen Verfahren der Entschichtung gibt es? Die OberflĂ€chentechnik umfasst neben der mechanischen Entschichtung verschiedene weitere Verfahren zum Entschichten. Die Bedeutendsten sind die chemische und die thermische Entschichtung, letztere wird auch Pyrolyse genannt. Beim thermischen Entschichten werden die Beschichtungen unter Einsatz von hohen Temperaturen entfernt. Das Verfahren ist deshalb nicht fĂŒr alle Materialien geeignet. Wenn es anwendbar ist, liefert es schnelle und grĂŒndliche Ergebnisse ohne Untergrund des Bauteils zu beschĂ€digen. Das chemische Entschichten ist ein Verfahren, das zur Entfernung von Beschichtungen auf OberflĂ€chen eingesetzt wird, ohne das TrĂ€germaterial zu beschĂ€digen. Es ermöglicht einen gleichmĂ€Ăigen Materialabtrag, auch bei komplexen Geometrien, stellt aber durch den Einsatz verschiedenster Chemikalien eine hohe Belastung fĂŒr die Umwelt dar und verursacht hohe Entsorgungskosten fĂŒr die kontaminierten AbwĂ€sser. Ist ein selektives Entschichten von Substraten mittels Strahltechnik möglich? Innerhalb gewisser technischer Grenzen ja. Besonders dann, wenn sich die zu entfernende Schicht deutlich vom Grundmaterial unterscheidet, etwa durch geringere HĂ€rte oder eine geringere Haftfestigkeit. In diesem Fall lĂ€sst sich der gezielte Abtrag unter anderem durch die Wahl des Strahlmittels steuern. Grenzen erreicht das selektive Entschichten mittels Strahltechnik dort, wo Beschichtung und Substrat Ă€hnliche mechanische Eigenschaften oder eine sehr hohe Haftfestigkeit aufweisen. Dann sind hĂ€ufig chemische und thermische Entschichtungsverfahren erste Wahl. Welche Vorteile bietet das Entschichten durch Strahltechnik? Das Entschichten ist ein wichtiger Schritt in der OberflĂ€chenbearbeitung, um die QualitĂ€t und die Langlebigkeit von Bauteilen und Komponenten zu gewĂ€hrleisten. Es dient zur Reinigung und Vorbereitung von OberflĂ€chen fĂŒr weitere Bearbeitungen und kann auch zur Entfernung von Schmutz und Korrosion auf OberflĂ€chen eingesetzt werden. Somit ist das Verfahren ein wichtiger Schritt, um die QualitĂ€t und die Langlebigkeit von Bauteilen und Komponenten zu gewĂ€hrleisten. Verwenden Sie den Solution Finder, um das richtige System fĂŒr Ihre Verarbeitungsmethode zu finden. Solution finder
Standort USA
WELTWEIT ROSLER METAL FINISHING USA, LCC 1551 Denso Road Battle Creek, MI 49037 +1 (269) 441-3000 rosler-us@rosler.com Ihr Partner in Nordamerika Als Teil der Rösler-Gruppe ist Rösler USA Teil eines globalen Netzwerks von 15 Standorten, ĂŒber 150 Handelsvertretern und Strahl- und Gleitschleifprofis mit fast 90 Jahren Erfahrung. Unsere Produkte und Dienstleistungen zur OberflĂ€chenbehandlung werden im eigenen Haus entwickelt und hergestellt. Dadurch können wir das weltweit breiteste Portfolio an Gleitschliff- und Strahltechnik sowie Verfahrensmitteln anbieten. Mit AM Solutions unter der Marke der Rösler Gruppe bieten wir auch innovative, hochmoderne Verfahren im sich stĂ€ndig weiterentwickelnden Bereich der additiven Fertigung an. Der US-Standort von Rösler hat seinen Hauptsitz in Battle Creek, Michigan. Das verkehrsgĂŒnstig zwischen Detroit und Chicago gelegene Unternehmen beschĂ€ftigt 65 Mitarbeiter. Das 300.000 m 2 groĂe Areal beherbergt Fertigungs-, Lager- und ProduktionsflĂ€chen sowie ein Customer Experience Center und Schulungseinrichtungen, die in der Lage sind, die Anforderungen der Kunden zu erfĂŒllen und zu ĂŒbertreffen. Unsere Leistungen auf einen Blick After Sales & Service / Ersatzteile Customer Experience Center Automatisierung Produktion Seminare Finding a better way ... After Sales & Service / Ersatzteile Unser in den USA ansĂ€ssiges Serviceteam wird all Ihre AnsprĂŒche und BedĂŒrfnisse bei der Wartung, Reparatur und Ăberholung Ihrer Maschinen berĂŒcksichtigen. Wir lagern und versenden Ersatz- und VerschleiĂteile aus unserem Lager in Battle Creek, Michigan, und bieten maĂgeschneiderte ServicevertrĂ€ge basierend auf Ihrer Maschinennutzung an. Wenden Sie sich an unsere Serviceexperten zu Tune-Up, der Marke fĂŒr Upgrades und Anlagenmodernisierungen sowie MaschinenĂŒberholunge, wenn Sie Ihre aktuelle Maschine aufzurĂŒsten möchten. Customer Experience Center (CEC) Unser lokales CEC verfĂŒgt ĂŒber Bulk-Finishing-Maschinen, Strahlmaschinen, Zentrifugen fĂŒr die Wasseraufbereitung, Nachbearbeitungsmaschinen fĂŒr 3D-Teile und alle Verbrauchsmaterialien, die Sie benötigen, um den Finishing-Prozess zu entwickeln, der Ihren Anforderungen am besten entspricht. Unsere CEC-Prozessexperten besprechen Ihre Teile- und OberflĂ€chenanforderungen vor und nach dem Testlauf persönlich oder per Videokonferenz. Dadurch wird sichergestellt, dass die endgĂŒltige Lösung alle Ihre Anforderungen erfĂŒllt. Effiziente und kostengĂŒnstige Prozesse basieren in der Regel auf Automatisierung. Dies reduziert die Herstellungskosten und verbessert die ProduktqualitĂ€t und Reproduzierbarkeit. Automatisierung Unser Know-how und unsere vertikale Integration ermöglichen es uns, die Materialhandhabung, Robotik und Inspektionsprozesse in ein komplettes Finishing-System zu integrieren. Unser Ingenieur-Team verfĂŒgt ĂŒber eine jahrelange Erfahrung mit der neuesten Design-, 3D-Simulations- und Visualisierungssoftware, um Ihre Projekte zum Leben zu erwecken und Endbearbeitungssysteme vollstĂ€ndig in Ihren Fertigungsablauf zu integrieren. Produktion Die FertigungskapazitĂ€ten von Rösler USA sind umfangreich. Eine komplette Blechbearbeitungs- und Maschinenwerkstatt mit erfahrenen Handwerkern fertigt ein breites Spektrum an GerĂ€ten und Ersatzteilen. Damit haben Sie die volle Kontrolle ĂŒber den gesamten Fertigungs- und Montageprozess. Verfahrensmittel werden an unsererem Standort in Battle Creek aus lokalen Rohstoffen unter Verwendung von Röslers proprietĂ€ren Herstellungsverfahren hergestellt, um Produkte von höchster QualitĂ€t zu gewĂ€hrleisten. Keramik- und Kunststoffschleifkörper sowie unsere Compounds werden vor Ort hergestellt, um die strengen globalen QualitĂ€tsstandards von Rösler zu erfĂŒllen. Seminare Neben den Schulungen der Rösler Academy bieten wir unseren Kunden maĂgeschneiderte Schulungen zu den Themen Gleitschleifen, Prozesswasseraufbereitung, Strahltechnik und Nachbehandlung von 3D-Druckteilen an. Unsere Schulungsprogramme stellen sicher, dass Sie als Endbenutzer ĂŒber das Wissen und die Erfahrung verfĂŒgen, um Ihren Bearbeitungsprozess zu optimieren und Ihre AusrĂŒstung zu bedienen und zu warten. Geschichte Nachdem die Rösler-Gruppe Kunden in den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada jahrzehntelang Know-how in den Bereichen Strahltechnik und SchĂŒttgutverarbeitung zur VerfĂŒgung gestellt hatte, grĂŒndete sie 1999 Rösler USA und leitete ihre nordamerikanischen AktivitĂ€ten von ihrem neu errichteten Werk in Battle Creek, Michigan aus. Das BĂŒro wird nordamerikanischen Kunden einen bequemeren und lokalisierten Service mit dem bewĂ€hrten Know-how und der Innovation bieten, fĂŒr die Rösler seit 1933 bekannt ist. Im Laufe der Jahre wurde der Standort in Battle Creek mehrmals erweitert. Im Jahr 2001 wurde der Standort erweitert, um der EinfĂŒhrung der Keramikproduktion in den Vereinigten Staaten Rechnung zu tragen. Weiteres Wachstum erfolgte 2004 mit der Ăbernahme der Produktion von JetWheelBlast-Strahlanlagen und dem Start der Eigenproduktion von Kunststoffschleifkörpern. Das Unternehmen wurde 2011 erweitert, um die ProduktionskapazitĂ€t fĂŒr Maschinen zu erhöhen. AM Solutions wurde 2019 auf dem US-Markt eingefĂŒhrt. Ihr Ansprechpartner fĂŒr unseren Service Sales +1 269 441-3000 E-Mail CEC +1 269 441-3000 E-Mail After Sales +1 269 441-3000 E-Mail Service +1 269 441-3000 E-Mail OberflĂ€chentechnik liegt in unserer DNA. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage! Anfrage senden CĂŒneyt GĂŒrel GeschĂ€ftsfĂŒhrer info-us@rosler.com Downloads Consumbales US Folgen Sie uns in den sozialen Medien
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