Roesler Konservierungslinien

Konservierungslinien f√ľr ein Plus an Qualit√§t, Produktivit√§t und Effizienz

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Ob Stahlbau, Stahlhandel oder Schiffsbau ‚Äď der tempor√§re Korrosionsschutz von Blechen und Profilen spielt eine qualit√§tsentscheidende Rolle. Dieser wird mit Hilfe von Konservierungslinien aufgebracht. Durch innovative Entwicklungen erm√∂glichen Anlagen von R√∂sler dabei sowohl Prozess- als auch Kostenvorteile.

Schl√ľsselfertige Konservierungslinien bestehen in der Regel aus individuell anpassbaren F√∂rdersystemen f√ľr den Zu- und Abtransport der Bleche, Profile und Rohre, einem Vorw√§rmer, einer Rollenbahnstrahlanlage, dem Lackierautomaten mit Oversprayabscheidung sowie einem Lacktrockner mit Kettenf√∂rderer, die f√ľr einen automatischen Prozess miteinander verkettet sind. Werden die zu bearbeitenden Teile im Freien gelagert, sorgt eine vor dem Vorw√§rmer platzierte Abblasestation daf√ľr, dass lose anhaftende Verunreinigungen und Feuchtigkeit entfernt werden. Beim Einsatz l√∂semittelhaltiger Lacksysteme wird die Abluft aus dem Trockner in eine thermische beziehungsweise regenerative Nachverbrennung geleitet. Entscheidend daf√ľr, welche Qualit√§t, Produktivit√§t und Wirtschaftlichkeit mit der Konservierungslinie erzielt werden, ist einerseits die optimale Auslegung auf das zu bearbeitende Werkst√ľckspektrum, andererseits die Konstruktion der einzelnen Komponenten. Das Lieferprogramm von R√∂sler beinhaltet daher Anlagen f√ľr unterschiedlich breite und hohe Werkst√ľcke, die mit zahlreichen innovativen Detaill√∂sungen f√ľr hohe Leistung und Effizienz ausgestattet sind. Dadurch kann bei hoher Qualit√§t mit einer Durchlaufgeschwindigkeit von bis zu acht Metern pro Minute gearbeitet werden.

Schneller und energiesparender vorwärmen
Dies beginnt beim neu entwickelten Hochkonvektionsvorw√§rmer mit 250 mm dicker Isolierung, in dem die Werkst√ľcke auf die f√ľr eine optimale Lackhaftung und verk√ľrzte Trocknungszeit richtige Temperatur von 20 bis 40¬įC gebracht werden. Im Gegensatz zu konventionellen Vorw√§rmern verf√ľgt er √ľber mehrere Ventilatoren, deren Drehzahl frequenzgesteuert ist. Dadurch kann die Leistung flexibel an die Materialst√§rke des zu erw√§rmenden Werkst√ľcks und die Durchlaufgeschwindigkeit angepasst werden. Gleichzeitig sorgt das Umluftsystem daf√ľr, dass die Teile von allen Seiten mit warmer Luft umstr√∂mt werden. Dies tr√§gt nicht nur zu einer schnelleren Temperierung bei, sondern reduziert auch den Energieverbrauch.

Deutlich höhere Strahlleistung und lange Turbinenstandzeit
Vom Vorw√§rmer geht es direkt weiter in die Rollenbahn-Strahlanlage. Die Strahlkammer besteht serienm√§√üig aus Manganstahl, zus√§tzlich befinden sich im Strahlraum auswechselbare, √ľberlappend angeordnete Platten aus dem gleichen verschlei√üfesten Manganstahl. Die Strahlanlage ist mit Gamma 400 G-Turbinen ausgestattet, deren Leistung an die Anlagengr√∂√üe angepasst wird. Diese universell einsetzbaren Turbinen erm√∂glichen im Vergleich zu herk√∂mmlichen Standardturbinen bei 15 bis 20 Prozent h√∂herer Strahlleistung eine mindestens doppelte Standzeit. Sie sind in der Strahlkammer oben und unten geneigt angeordnet und strahlen in einem definierten, geneigten Winkel auf die Werkst√ľcke. Aus dieser Schr√§gstellung resultiert im Vergleich zu Turbinen, die mit 90 Grad strahlen, ein um 15 bis 25 Prozent h√∂herer Entzunderungs-/Entrostungseffekt, der die erforderliche Strahlzeit verk√ľrzt. Die integrierte Werkst√ľckabreinigung mit rotierender B√ľrste und gezielt geb√ľndeltem Luftstrom verf√ľgt serienm√§√üig √ľber eine Werkst√ľckerkennung und automatische H√∂heneinstellung. Dies stellt einerseits sicher, dass alle Werkst√ľcke strahlmittel- und staubfrei aus der Anlage kommen. Andererseits sind keine zeitintensiven manuellen Eingriffe erforderlich, gleichzeitig wird ein hoher B√ľrstenverschlei√ü durch eine nicht exakt angepasste H√∂he verhindert. Die Strahlmittelaufbereitung und Filteranlage sind optimal an die Anlagengr√∂√üe angepasst und k√∂nnen produktionsfl√§chensparend auf der Anlage positioniert werden. Gro√üz√ľgige Wartungst√ľren erm√∂glichen den einfachen Zugang in die Strahlkammer.

Materialeffiziente Lackierung mit effektiver Oversprayabscheidung
Ein wesentlicher Betriebskostenfaktor in Konservierungslinien ist der Lack beziehungsweise Primer. Der Lackierautomat verf√ľgt daher serienm√§√üig √ľber Sensoren, welche die Werkst√ľckabmessung millimetergenau ermitteln. Die Lackierbr√ľcken werden automatisch auf die jeweiligen Ma√üe eingestellt, so dass Lack nur dort in der geforderten Schichtst√§rke appliziert wird, wo er auch ben√∂tigt wird. Dies tr√§gt entscheidend zu einer materialsparenden Arbeitsweise und zur Minimierung von Overspray bei. Verarbeitbar sind praktisch alle Lacke auf L√∂semittel- oder Wasserbasis als 1-, 2- oder 3-komponentige Variante. F√ľr Anwendungen, bei denen verschiedene Lacke eingesetzt werden sollen, l√§sst sich der Lackierautomat mit mehreren unabh√§ngigen Applikationssystemen ausstatten. Ein Novum stellt die trapezf√∂rmige, str√∂mungsoptimierte Kabinenabsaugung dar. Sie verhindert Luftverwirbelungen und transportiert die farbnebelhaltige Luft gezielt zur serienm√§√üigen Trockenabscheidung. Diese besteht aus einer B√ľrstenvorabscheidung mit langsam rotierenden Borstenwalzen. An den Borsten bleiben die klebf√§higen Partikel haften, trocknen und fallen herab. Dieser Vorfilterstufe ist ein Sinterlamellenfilter nachgeschaltet, in dem der Reststaubgehalt deutlich unter die gesetzlichen Grenzwerte verringert wird. Die B√ľrstenvorabscheidung reduziert die Filterbelastung so drastisch, dass eine hohe Standzeit des Sinterlamellenfilters von rund 15.000 Betriebsstunden erreicht wird. Ein weiterer Vorteil der optimierten Absaugung ist die minimierte Anlagerung von Lackpartikeln an den mit Teflon ausgekleideten Innenw√§nden der Kabine und der dadurch geringere Reinigungsaufwand und somit Reduzierung der Betriebskosten.

 
Lacktrocknung ohne Energieeinsatz f√ľr W√§rme
F√ľr den Transport der noch nassen, lackierten Werkst√ľcke zum Lacktrockner kommen spezielle Kettenf√∂rderer zum Einsatz. Sie verf√ľgen lediglich √ľber sechs Auflagepunkte pro Quadratmeter, so dass nur minimale Abdr√ľcke entstehen. Die Aufheizung des Lacktrockners auf die erforderliche Temperatur zwischen 40 und 80 ¬įC erfolgt durch Abluft aus dem Vorw√§rmer. Es f√§llt daher kein Energieverbrauch f√ľr zus√§tzliche W√§rmeerzeugung an. Eine gleichm√§√üige Trocknung wird durch Umluftventilatoren und Luftf√ľhrungselemente sichergestellt.