Hochregallager: Nach der Havarie ist weiterhin Geduld gefragt
Hochregallager: Nach der Havarie ist weiterhin Geduld gefragt
KVP des Monats Juli: Optimierung der Frequenzumrichter
Familien-Infotag bei Rösler: Erstes Kennenlernen mit den Neuen
News aus Hausen: Rösler-Defi in âRegion der Lebensretterâ aufgenommen
Neue Video-Serie: Exzellenz Powered by the Rösler Ecosystem
Schleppfinisher R4/1300 mit Rapid-ISF-Verfahren fĂŒr Bell Helicopters in Texas
Wir haben neue Kollegen â Herzlich willkommen in der Rösler Group!
Von auĂen ist dem GebĂ€ude nichts anzusehen, aber die innenliegenden SchĂ€den haben es in sich: Nach der Havarie an unserem Hochregallager (HRL), die sich am Osterwochenende ereignet hat, muss leider immer noch mit AusfĂ€llen gerechnet werden, die unvermittelt auftreten und zu Verzögerungen bei der Bereitstellung von Waren fĂŒhren können.
Dem groĂartigen Einsatz der Kollegen aus der Logistik, die tatkrĂ€ftig vom GebĂ€udemanagement unterstĂŒtzt werden, ist es zu verdanken, dass die Bereitstellung der Materialien aus dem HRL trotz der widrigen UmstĂ€nde dennoch weitestgehend funktioniert. Beide Teams befinden sich fortlaufend in Bereitschaft, um etwaige Standzeiten auf ein MindestmaĂ zu begrenzen. Aufgrund der SchĂ€den an der Lagertechnik ist aber schon jetzt absehbar, dass es auch in den kommenden Monaten immer wieder Terminverschiebungen und Verzögerungen bei der Bereitstellung der Waren aus dem Hochregallager geben wird.
FĂŒr diesen Fall bitten wir bereits jetzt alle Mitarbeitenden um Geduld und VerstĂ€ndnis. UnterstĂŒtzen und informieren Sie sich gegenseitig â nur durch einen offenen Austausch lassen sich MissverstĂ€ndnisse und Unzufriedenheit auf beiden Seiten vermeiden.
Hintergrund der nicht vermeidbaren Verzögerungen bei der Bereitstellung von Waren ist die Tatsache, dass der festgestellte Schaden an der Infrastruktur umfangreicher ist als zunĂ€chst angenommen. Sowohl die lagerlogistischen Einrichtungen â insbesondere RegalbediengerĂ€te, Fördertechnik und Regalanlagen â als auch Teile der Steuerungstechnik mĂŒssen mittelfristig komplett erneuert werden. Das gesamte vollautomatisierte Lagersystem ist stark in Mitleidenschaft gezogen und kann jederzeit unvermittelt ausfallen.
Eine finale Behebung des Problems verspricht nur eine komplette Instandsetzung des Systems. Diese wird voraussichtlich mindestens 18 bis 24 Monate dauern. Aktuell befinden wir uns, in Abstimmung mit SachverstĂ€ndigen, potenziellen Dienstleistern und Lieferanten, auf der Suche nach einem nachhaltigen und tragfĂ€higen Lösungskonzept fĂŒr das weitreichend beschĂ€digte GebĂ€ude. Dabei ist uns besonders wichtig, dass die finale Entscheidung nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem auch sachgerecht ausfĂ€llt.
Seien Sie sich sicher: Wir wollen und werden die Logistik bei Rösler wieder zukunftsfĂ€hig und genauso effizient und modern aufstellen wie vor der Havarie. Vielen Dank fĂŒr das groĂe VerstĂ€ndnis aus allen Abteilungen â und fĂŒr die hohe Einsatzbereitschaft der betroffenen Teams und Kollegen.
Mit dem KVP des Monats Juli wird bei Rösler kein akutes Problem gelöst. Vielmehr geht es darum, eine ĂŒber Jahre hinweg bestehende Ăberdimensionierung zu beseitigen und damit einen unnötigen Kostenfaktor zu reduzieren.
Im Fokus stehen die Frequenzumrichter an Rundvibratoren. Diese wurden bei Rösler standardmĂ€Ăig stets eine Leistungsstufe gröĂer ausgelegt als eigentlich erforderlich. So wurde beispielsweise bei einem 3,0 kW-Motor bisher ein Frequenzumrichter fĂŒr 4,0 kW verbaut. Warum diese Vorgehensweise ursprĂŒnglich eingefĂŒhrt wurde, lĂ€sst sich heute nicht mehr eindeutig nachvollziehen. Möglicherweise bestanden damals Bedenken hinsichtlich der Leistungsreserven Ă€lterer Umrichtergenerationen oder die Parametrierung war noch nicht ausreichend optimiert.
Elektrokonstrukteur Michael Kraus begegnete dieser Praxis regelmĂ€Ăig in seinem Arbeitsalltag. Irgendwann stellte er sich die Frage, ob hier nicht ein erhebliches Einsparpotenzial fĂŒr Rösler verborgen liegt.
Aus diesem Gedanken heraus reichte er einen KVP-Antrag ein. Sein Vorschlag: PrĂŒfen, ob die bisherige Ăberdimensionierung tatsĂ€chlich noch notwendig ist. Nach ersten erfolgreichen Vortests sollten die kleineren, leistungsgerecht ausgelegten Frequenzumrichter auch unter realen Betriebsbedingungen getestet werden. Geplant waren Versuche unter Volllast mit WerkstĂŒcken und Schleifkörpern sowie eine detaillierte Erfassung und Auswertung der Betriebs- und Verbrauchsdaten.
Michael Kraus fĂŒhrte die Untersuchungen weitgehend eigenstĂ€ndig durch. Dazu wurden die jeweils kleineren Frequenzumrichter in die SchaltschrĂ€nke eingebaut und die relevanten Betriebsdaten in Zusammenarbeit mit einem Techniker aufgezeichnet.
AnschlieĂend erfolgten Langzeittests unter Volllast an zwei Rundvibratoren zum Vorrollieren in Hausen. Bei den erforderlichen Umbauten unterstĂŒtzten zwei Betriebselektriker das Projekt. Die Ergebnisse waren durchweg positiv: Die kleineren Frequenzumrichter arbeiteten auch unter realen Produktionsbedingungen zuverlĂ€ssig und ohne EinschrĂ€nkungen.
Damit konnte nachgewiesen werden, dass die bisherige Ăberdimensionierung, die möglicherweise frĂŒher aus technischen GrĂŒnden erforderlich war, heute nicht mehr notwendig ist.
âIch glaube, jeder von uns kennt die SprĂŒche: âDas haben wir noch nie so gemachtâ oder âDas haben wir schon immer so gemachtâ. Aber zu hinterfragen, warum wir etwas schon immer so machen, genau darauf kommt es anâ, beschreibt Michael Kraus seine Motivation fĂŒr den Verbesserungsvorschlag.
Durch die Anpassung der Frequenzumrichter an die tatsĂ€chlich benötigte Motorleistung spart Rösler kĂŒnftig einen mittleren vierstelligen Betrag pro Jahr ein.
Schön, dass Ihr da wart! Am ersten Freitag im Juli durften wir unsere zukĂŒnftigen Auszubildenden und dual Studierenden in Untermerzbach begrĂŒĂen und ihnen gemeinsam mit ihren Familien einen ersten Einblick in ihre kĂŒnftige WirkungsstĂ€tte geben.
Unser Familien-Informationstag hat bei Rösler inzwischen Tradition. SchlieĂlich möchten auch Eltern erfahren, wie es hinter den Kulissen aussieht und in welchem Umfeld ihre Kinder ihre Ausbildung oder ihr Studium starten werden.
Vor Ort stellten unsere Ausbilderinnen und Ausbilder sowie Azubis aus den höheren Ausbildungsjahren ihre Arbeitsbereiche vor, beantworteten Fragen und gaben spannende Einblicke in den Ausbildungsalltag bei Rösler.
Uns hat es groĂen SpaĂ gemacht, Euch kennenzulernen. Wir freuen uns schon heute darauf, Euch im September offiziell bei uns willkommen zu heiĂen und gemeinsam in das neue Ausbildungsjahr zu starten!
Gelebte Verantwortung am Standort Hausen: Dort wurde vor Kurzem ein Defibrillator, der bislang im Notfall ausschlieĂlich fĂŒr unsere Mitarbeiter verfĂŒgbar war, so versetzt, dass er nun auch fĂŒr die Allgemeinheit und jeden Notfallretter frei zugĂ€nglich ist. Der Standort des Defibrillators befindet sich vor der Keramikfertigung im Eingangsbereich Brennbetrieb.
Damit setzen wir ein Zeichen fĂŒr ein solidarisches Miteinander.
Den AnstoĂ fĂŒr die Versetzung des Defis gab die Stadt Bad Staffelstein, die darum bemĂŒht ist, im ganzen Stadtgebiet ein ausreichendes Versorgungsnetz mit rund um die Uhr verfĂŒgbaren GerĂ€ten aufzubauen und dafĂŒr auch bereits bestehende GerĂ€te nutzt.
Der neue Standort des Defibrillators wurde bereits in die App âRegion der Lebensretterâ integriert. Hierbei handelt es sich um ein durch die Integrierte Leitstelle Coburg unterstĂŒtztes System, ĂŒber welches qualifizierte Ersthelfer alarmiert werden, wenn sich in ihrer unmittelbaren NĂ€he ein Herzstillstand ereignet. Auch die Standorte der Defibrillatoren sind in dieser App aufgefĂŒhrt.
Der US-Konzern Bell Helicopters â mit der charakteristischen Libelle im Firmenlogo â gehört zu den weltweit gröĂten und umsatzstĂ€rksten Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsunternehmen. Hubschrauber von Bell genieĂen weltweit nahezu Ikonenstatus.
FĂŒr die Produktion dieser Hubschrauber setzt Bell auch Gleitschlifftechnik von Rösler ein: Ein Schleppfinisher der Serie R4/1300 wurde vor Kurzem von unserer Produktion in Untermerzbach aus auf die Reise geschickt. Darin werden bis zu vier ZahnrĂ€der gleichzeitig auf Hochglanz poliert, deren Gewicht bei bis zu 27 Kilogramm pro StĂŒck liegt.
Bei der Anlage handelt es sich um einen vergleichsweise groĂen Schleppfinisher. Ganz besonders ist jedoch das Verfahren, das in der Anlage eingesetzt wird: Es handelt sich um eine spezielle Version des chemisch beschleunigten Gleitschleifens, bei der die SĂ€ure zusĂ€tzlich erwĂ€rmt wird, um die Bearbeitungsdauer weiter zu verkĂŒrzen. Dieses Verfahren nennt sich Rapid Isotropic Super Finishing â eine extrem schnelle Version des ohnehin schon sehr leistungsstarken Schleppschleifens. In nur rund sechs Minuten erhalten die ZahnrĂ€der ihren Spiegelglanz im prozessspezifischen Black Mode. Das Rapid-ISF-Verfahren wird in Kombination mit dem Schleppfinisher weltweit erst von einem weiteren Kunden angewandt. Bei Bell Helicopters ist es bereits die zweite Anlage, die nach diesem Prozedere arbeitet. Die Anlage wurde dafĂŒr mit einem 500 Liter groĂen SĂ€uretank und drei Durchlauferhitzern ausgestattet.
Johannes Schorr, der zustĂ€ndige Projektmanager, erklĂ€rt: âBei einem solchen Kunden gelten natĂŒrlich allerhöchste Geheimhaltungsstufen. Die Testbearbeitung zum Beispiel mussten wir mit Dummy-Teilen durchfĂŒhren, konkret mit EdelstahlstĂ€ben. Auch die Endabnahme wurde ohne Teile und ohne die spezifischen WerkstĂŒckaufnahmen durchgefĂŒhrt. Statt mit SĂ€ure war der Tank mit Wasser gefĂŒllt.â
Trotz dieser erschwerten Bedingungen war die Endabnahme mit dem ZwischenhĂ€ndler REM ein groĂer Erfolg. Unter anderem, weil sie mit dem Programm durchgefĂŒhrt werden konnte, mit dem Bell aktuell auch die baugleiche Anlage betreibt, die bereits seit rund zwei Jahren im Einsatz ist. Aber auch, weil die Kolleginnen und Kollegen in der Produktion den Termin einfach erstklassig vorbereitet hatten, freut sich Katja Weis, die den Kunden von Vertriebsseite aus betreut hat.
Vielen Dank an alle, die an dem Projekt beteiligt waren.
Engers, Heiko
Mitarbeiter Produktion Schleifkörper
Bad Staffelstein - Hausen
Grundig, Lukas
Technik Service
Untermerzbach - Memmelsdorf
Vasylchenko, Pavlo
SchweiĂen GroĂ
Untermerzbach - Memmelsdorf